Das Wäldchen hinter Haus Overbach wird abgeholzt

Von: hfs.
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Das kleine Waldstück hinter Haus Overbach, in dem ausschließlich Pappeln stehen, wird zurzeit abgeholzt. Foto: hfs.
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Barmen. Die Abholzung von Pappeln oder anderen Nutzhölzern in und um Barmen geht weiter. Sorgten schon im Vorjahr Fällungen ganzer Bestände um den Barmener Baggersee und dem Altarm der Rur für Unmut unter der Bevölkerung, ist es nun das kleine Wäldchen hinter dem Gymnasium von Haus Overbach, das den Sägen der Waldarbeiter zum Opfer fällt.

An das erste Wochenende im Oktober vorigen Jahres werden sich sicherlich jetzt jene drei Schüler erinnern, die ihre Autos damals entlang dieses Wäldchens auf der gegenüberliegenden Straßenseite geparkt hatten. Denn eine über 20 Meter hohe Pappel wurde durch die ersten Herbststürme umgeworfen und traf die Autos. Eines erlitt Totalschaden, die beiden anderen wurden schwer beschädigt.

Nicht zuletzt dieses Ereignis dürfte dazu beigetragen haben, dass nun die Sägen ganze Arbeit verrichten. Wenn die Gefahr umstürzender Bäume besteht, muss gehandelt werden, unterstrich jüngst der Technische Beigeordnete Martin Schulz, warum die Stadt Jülich zurzeit in vielen Ortsteilen der Stadt Jülich die Säge kreisen lässt. Auch wenn die Stadt auf dem Areal hinter Haus Overbach nicht zuständig ist – das Waldstück liegt im Zuständigkeitsbereich des Forstamtes Hürtgenwald – ist eine Firma dabei, alle Pappeln umzulegen. Nicht nur die, die in ihrer Standfestigkeit gefährdet sind.

Alle Pappeln, so war vor Ort zu erfahren, werden entfernt. So werden an die 100 Bäume, die teilweise mehr als 20 Meter hoch in den letzten 30 Jahren in den Himmel gewachsen sind, entfernt. Um sie zur Herstellung von Sperrholz verarbeiten zu lassen. Zumeist inChina, denn in Deutschland hat Pappelholz schon lange nicht mehr die Bedeutung wie vor rund 20 Jahren. Wenn die Aufräumarbeiten hinter Haus Overbach beendet sind, sollen direkt die Aufforstung beginnen.

Als Pappelholz wird das Holz verschiedener Arten der Pappeln bezeichnet, die als Nutzhölzer verwendet werden. Die Pappel ist die raschwüchsigste einheimische Baumart, sie ist bereits nach 30 bis 50 Jahren ausgereift. Deshalb wurde diese Holzart auch direkt nach dem Zweiten Weltkrieg zur Aufforstung im Jülicher Land genutzt. Jetzt sind die Bäume hiebreif. Pappelholz stammt meist von Kultursorten, die durch Züchtung aus verschiedenen Pappelarten hervorgegangen sind.

Etwa ein Prozent der in Deutschland jährlich eingeschlagenen Holzmenge ist Pappelholz. Aus Pappelholz wird vor allem Rund- und Schnittholz hergestellt. Zudem wird es als Brennholz genutzt. In Deutschland werden nur noch etwa 40 Prozent des Pappelholzes zu Spanplatten verarbeitet.

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