Linnich - Das Hallenbad Linnich hält sich brav an die Prognosen

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Das Hallenbad Linnich hält sich brav an die Prognosen

Von: ojo
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Der gute Besuch bei der Poolparty zur Eröffnung des sanierten Hallenbades war keine Ausnahme. Foto: Kròl

Linnich. Die Skeptiker dürfen sich entspannt zurücklehnen. Das Linnicher Hallenbad, seit der Wiedereröffnung nach der langen Sanierungsphase Ruba genannt, schreibt das erste Kapitel seiner neuen Geschichte, die möglicherweise eine Erfolgsgeschichte wird. Die Bilanz des ersten Monats im Volllastbetrieb kann sich sehen lassen.

Rund 1100 zahlende Besucher lösten zwischen dem 1. September und dem 7. Oktober am Ticketautomaten ihre Eintrittskarte. Exakt waren es 460 Kinder und 654 Erwachsene. Von den städtischen Schulen nutzten 1365 Kinder den Schwimmunterricht, von nicht städtischen – das ist in erster Linie das Gymnasium Haus Overbach – kamen weitere 248 hinzu.

Die erstaunlichsten Zahlen, die Kerstin Schmalen, sozusagen die Hallenbadbeauftragte der Verwaltung, in der Erstbilanz aufführte, waren aber einem anderen Einnahmebereich entnommen, den Kursen im Ruba. Derzeit laufen sieben Fitnesskurse für Erwachsene, acht Kinderkurse in der Woche und sechs Kinderkurse am Wochenende. Geradezu bescheiden machte Kerstin Schmalen die Rechnung auf: „Bei 21 Kursen insgesamt mit 231 möglichen Teilnehmer haben wir nur 24 Plätze frei. Das ist ganz gut.“

Beigeordneter Hans-Josef Corsten reagierte da schon euphorischer: „Das ist eine Auslastung von 90 Prozent! Die Kurse werden so gut angenommen, wie wir das so nicht erwartet hätten.“ Selbst die Kehrseite der Medaille glänzt noch. Es sind zwar noch einige Zeitstunden frei, die sich mit Kursen füllen ließen, aber: „Mit den Personal sind wir jetzt schon am Limit.“

Und das, obwohl im Ruba drei Festangestellte beschäftigt sind – zuvor war es nur ein Schwimmmeister – und mittlerweile zusätzlich schon 400-Euro-Kräfte eingesetzt werden. „Das zeigt, wie gut das Hallenbad angenommen wird“, folgerte Corsten zufrieden. Das war auch Bernd Lohmann, Vorsitzender des Kultur-, Sport- Partnerschaftsausschusses . „Ich habe die Prova-Zahlen immer für extrem optimistisch gehalten und bin erstaunt, dass sie weitgehend eingetreten sind.“

Die Kurse bringen Geld in die Kasse. Ende des Jahres werden es fast 17.500 Euro sein, so die Hochrechnung. Alles in allem, also öffentliches Schwimmen Kursentgelt, Schulschwimmen und Entgelt für Vereinsschwimmen werden bis zu Jahresende Einnahmen in Höhen von 57.400 Euro erwartet. Das Unternehmensberatungsbüro Prova, das das Hallenbad im ersten Jahr mit betreuen wird, hatte 60.000 Euro als Bilanzergebnis vorausberechnet. Allerdings war Prova davon ausgegangen, dass auch der August schon Betriebsmonat wäre.

So gut die Bilanz auch ist, enthält die Realität doch eine dramatische Abweichung von der Prognose. Das Vereinsschwimmen bleibt weit hinter den Annahmen zurück. Vor der Sanierung ging man von 14.200 Nutzern aus Verein aus. Für 2014 wird mit etwas mehr als der Hälfte davon gerechnet, nämlich 7600 Vereinsschwimmer. Der Wegfall hat viel Gründe von der Auflösung (Tauchverein) bis zur anderweitigen Orientierung (VHS).

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