Concertino-Orchester erntet grenzenlose Begeisterung

Von: René Blanche
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Aus den USA heimgekehrt, stieß Laura Palm zum „Concertino“-Ensemble ihres Vaters Stefan Palm am weißen Cembalo, das wieder einmal ein begeisterndes Gastspiel in der Schlosskapelle absolvierte. Foto: Blanche

Jülich. „Musik aus dem Barock-Zeitalter verbinden die Menschen sehr gerne mit Weihnachten.“ Laura Palm, die derzeit in den USA Violine studiert, war pünktlich zu Weihnachten heimgekehrt und musizierte zusammen mit dem Concertino-Orchester beim Weihnachtskonzert in der Schlosskapelle der Zitadelle unter der Leitung ihres Vaters, Stefan Palm.

Eine Geige von Aegidius Klotz aus dem Jahr 1763 hatte die Tochter des Virtuosen dabei im Gepäck und begeisterte die zahlreichen Musikfreunde bei der vollkommen ausverkauften Veranstaltung zusammen mit sieben anderen, hochkarätigen Musikern.

„Sogar in meiner Freizeit höre ich klassische Musik noch am liebsten“, verriet die 26-Jährige einige Minuten vor dem Konzert. Die Liebe zur Musik sowie eine gehörige Portion Talent hat ihr Vater ihr offenbar vererbt, denn Stefan Palm selbst, der an diesem Abend ein historisch gestimmtes Cembalo spielte, gilt mittlerweile nicht nur in den Fachkreisen der Kenner klassischer Musik als absoluter Virtuose. So legte der ARD-Musik-Wettbewerbsgewinner an der Kölner Musikhochschule als bislang einziger Student drei Konzertexamen ab. Darauf folgten zahllose Auszeichnungen wie der Bach-Preis Wiesbaden, der Liszt-Wettbewerb Bukarest oder der Internationale Orgelwettbewerb Speyer.

Und so erlebte das restlos begeisterte Jülicher Publikum ein Weihnachtskonzert der Extraklasse. Mit Werken von Joseph Haydn, Benedetto Marcello oder Johann Sebastian Bach gelang Stefan Palm eine deliziöse Komposition mit vorweihnachtlicher Note in perfekter musikalischer Umsetzung. Zudem erwies sich die Darbietung nicht ausschließlich als reiner Ohrenschmaus, auch der optische Reiz der klassischen Instrumente in der kunstvoll ausgeleuchteten Schlosskapelle schmeichelte dem Auge.

Das weiße Cembalo beispielsweise, das Palm in diesem Abend spielte, ist eine originalgetreue Kopie nach Pascal Taskin von 1786. Bei der Oboe, die Stefanie Sassenrath beim Konzert spielte, handelt es sich um eine kunstvolle Maßanfertigung des französischen Instrumentenbauers Marigaux aus Paris.

Stürmischer Applaus beendete die eindrucksvolle Darbietung, und man verabschiedete sich voller Vorfreude auf das nächste Wiedersehen mit Stefan Palm und seinen Musikern, die am Heiligen Abend in der Neusser Marienkirche zu sehen und hören sein werden sowie im nächsten Frühjahr eine große Konzertreise nach Japan antreten. Weitere Termine unter: www.stefan-palm.de

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