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Co-Trainer foult Geschäftsführer: Kündigung

Von: hfs.
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Co-Trainer Franz Kirstein erhielt vom SCJ-Vorstand die fristlose Kündigung, weil er im Training den Geschäftsführer foulte und sich bisher dafür nicht entschuldigte. Foto: hfs.

Jülich. „Wenn sich Herr Kirstein entschuldigt, wird aus der fristlosen Kündigung eine Abmahnung.” Was aus dem Munde des Juristen Michael Lingnau wie eine Begebenheit aus dem Berufsleben klingt, ist die Folge eines Foulspiels, das sich beim Training der Jülicher „Zehner” abspielte.

Hauptakteure: Co-Trainer Franz Kirstein und SCJ-Geschäftsführer Reinhard Kulig. Es ist, wie Unbeteiligte später sagen, eigentlich ein banales Foul, begangen auf dem Platz der „Zehner”.

In einem Abschlussspiel Mitte November grätschte Kirstein - er sagt es war ein unnötiges Foul, das er bedauert - in den Flankenlauf seines Geschäftsführer Kulig. Es kommt zum Wortgefecht. Anschließend redet keiner mehr mit dem anderen.

Im Hintergrund geht der Streit weiter, verfolgt von der Mannschaft, die sich offenbar auf die Seite des Co-Trainers stellt. Erst recht, nachdem die Spieler erfuhren, dass Kirstein Ende letzter Woche die fristlose Kündigung erhielt.

„Ja, wir haben Franz Kirstein gekündigt”, bestätigt Michael Lingnau, Vorsitzender des SC Jülich 1910/97. „Herr Kirstein hat unseren Geschäftsführer absichtlich, nicht aus dem Spiel heraus, von hinten in die Beine gegrätscht. Das können wir uns als Vorstand nicht gefallen lassen.” Von irgendwelchem Druck, dem er möglicherweise ausgesetzt ist, will Lingnau nichts wissen. „Nein, das trifft nicht zu. Wir haben mehrfach versucht, mit Herrn Kirstein zu sprechen, aber er hat alle Termine platzen lassen.”

Dem widerspricht der Co-Trainer massiv: „Es sollte ein Gespräch geben, an einem Tag, wo wir das erste Spiel beim Linnicher Neujahrs-Cup absolvierten. Einen Tag zuvor habe ich in der Kanzlei angerufen, habe darauf hingewiesen und abgesagt.”

Als die Mannschaft von der Kündigung erfuhr, reagierte sie prompt. In einem Schreiben, das später offiziell zurückgenommen wurde, hieß es, die komplette Mannschaft stehe hinter ihrem Co-Trainer und stelle dem Vorstand ein Ultimatum, die Entscheidung umgehend zu revidieren. Sonst werde man den Spielbetrieb einstellen.
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