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Christos Lebenswerk in einer Ausstellung

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Jülich. Der Künstler Christo, geboren als Christo Javacheff 1935 in Bulgarien, wurde durch spektakuläre Verhüllungen historischer und monumentaler Bauten sowie verschiedener Landschaftsprojekte zu einem der bekanntesten Künstler unserer Zeit.

Skizzen, Collagen und Fotomontagen seines Werkes sind ab dem 25. März exklusiv in der Jülicher Galerie an der Zitadelle zu sehen.

Zu seinen meistbeachteten Werken wurden 1985 die Verhüllung der Pont Neuf in Paris sowie die Verhüllung des Deutschen Reichtages im Sommer 1995 in Berlin, die innerhalb von zwei Wochen mehr als fünf Millionen Menschen besuchten. Alle Projekte hat Christo mit seiner 2009 verstorbenen Frau Jeanne-Claude geplant und verwirklicht.

Ende 2004 begannen Christo und Jeanne-Claude unter dem Titel „The Gates of New York” mit einer weiteren spektakulären Verhüllungsaktion. Sie installierten im New Yorker Central Park über eine Länge von 37 Kilometern safrangelbe Stoffbahnen an 7500 Toren. Auch in unserer Region wurde Christo bekannt.

Er verhängte vom 16. September bis 24. Oktober 1971 in Monschau die Rur und verpackte zur gleichen Zeit die Burg in Monschau. Ziel des Künstlers ist es, über das Prinzip einer gigantischen „Verpackung”, ein neues Bewusstsein von Realität und Geschichte zu einem Gebäude oder zu einem Ort zu ermöglichen.

Bei allen Verhüllungsaktionen wurden speziell hergestellte Stoffe verwendet. Trotz jahrelanger Vorbereitungen wurden die Projekte nach nur wenigen Tagen abgebaut und alle Materialien komplett recycelt.

Alle Aufwendungen wurden von Christo und Jeanne-Claude durch den Verkauf von Studien, Originalzeichnungen, Collagen und Grafiken finanziert. Während sich die meisten Künstler Unsterblichkeit durch ihre Werke erhoffen, betont Christo die Wichtigkeit des temporären Charakters seiner Verhüllungen.

Er besteht darauf, Kunst müsse ebenso vergänglich wie das Leben sein, um überhaupt geschätzt werden zu können. Christos Werk besteht jedoch nicht nur aus seinen kurzzeitigen Verhüllungsaktionen, sondern umfasst die vorbereitenden Arbeiten wie Skizzen und Fotomontagen, Zeichnungen und Collagen, Film- und Fotodokumentationen, die sein einmaliges künstlerisches Schaffen wiedergeben.

Seltene Exponate

Der Galerie an der Zitadelle ist es gelungen solche originalen Grafikcollagen, limitierte Fotoeditionen und Drucke von Christo zu erhalten, insbesondere auch von Projekten, die nicht realisiert werden konnten, wie die Verhüllung des Kölner Doms und der Ponte Sant Angelo in Rom. Alle Kunstfreunde können sich auf seltene und exklusive Exponate von Christo freuen.

Die Galerieinhaber Marita und Georg Loven freuen sich auf diese außergewöhnliche Ausstellung. Die Eröffnung der Ausstellung ist am Sonntag, 25. März, von 11 Uhr bis 17 Uhr, die Ausstellung dauert bis zum 28. April.
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