Titz - CDU und Grüne in Titz bringen „Spargel”-Zonen auf den Weg

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CDU und Grüne in Titz bringen „Spargel”-Zonen auf den Weg

Von: -vpu-
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Titz. In schwarz-grüner Eintracht hat der Titzer Gemeinderat das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplanes auf den Weg gebracht. Ziel ist es, drei weitere Konzentrationszonen für Windenergieanlagen einzurichten.

Die SPD untermauerte ihr Nein, das sie bereits bei Beratungen im Fachausschuss erklärt hatte. Auch die FDP lehnt das Vorhaben ab. Insgesamt 19 Windkraftanlagen von etwa 150 Metern Höhe könnten zwischen Rödingen und Kalrath, bei Gut Betgenhausen sowie zwischen Spiel und Ameln entstehen, wenn das Verfahren beendet ist.

Herbert Flücken (FDP) verwies im Rat auf die bereits bestehenden Konzentrationszonen, die eingerichtet worden seien, „um Wildwuchs zu verhindern”. Jetzt sollten die Bereich für Windkraftanlagen „per Rundumschlag” ausgeweitet werden. Dabei werde die Verschandelung der Landschaft in Kauf genommen. Flücken: „Unproblematisch sind diese Anlagen nicht.”

Dass die „Spargel” subjektiv als störend empfunden werden könnten, wollten die Befürworter nicht leugnen. Dirk Siemons (Bündnis 90/Die Grünen): „Im Sinne des Klimaschutzes sind sie aber objektiv notwendig.” Eine Flächengemeinde wie Titz habe die Verantwortung, Flächen zur Verfügung zu stellen. Der Grüne ist überzeugt: „Es gibt keinerlei Belästigungen.” Er appellierte an die Einsicht der Gegner: „Man kriegt Ökostrom nicht zum Nulltarif.”

Auf diese Seite gesellte sich auch CDU-Fraktionschef Helmut Paar: „Ein gesunder Energiemix ist erstrebenswert. Dazu gibt es keine Alternative.” Mögliche Beeinträchtigungen seien minimal. Er argumentierte auch mit den ausführlichen Untersuchungen der geplanten Zonen: „Wir stellen nicht einfach irgendwas da hin. Die Standorte sind vorgeprüft.” Sie wiesen eine „überdimensionale Entfernung” zur Wohnbebauung auf.

Am Ende hatten die Befürworter eine satte Mehrheit. Die Verwaltung ist nun beauftragt, das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplanes voranzutreiben. Sie muss die Beteiligung der Öffentlichkeit herstellen und ein Offenlageverfahren der Planunterlagen einleiten. Gegner können sich hierbei zu Wort melden.
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