CDU-Stadtverband: Vorstand mit einem Traumvotum

Von: ojo
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Ein überwältigendes Votum erhielt der Vorstand des CDU-Standverbands und damit den Auftrag, seine Arbeit fortzuführen: v.l. die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Stanislaw Karlowicz und Katharina Adams, Vorsitzender Torsten Chalak, Kreisparteivorsitzender Thomas Rachel (MdB), Pressesprecher Heinz Neuß und Schriftführer Justus Peters. Foto: Jonel
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Maria Hilgers und Hubert Kleinen (2.v.l.) wurden für ihre 40 Jahre währende CDU-Migliedschaft geehrt. Es gratulierten Thorsten Chalak (l.), Thomas Rachel, MdB, (Mitte) und Josef Wirtz (r.).

Linnich. „Das ist ein fast unanständiges Ergebnis“, schmunzelte Landtagsabgeordneter Josef Wirtz. Gerade eben war Torsten Chalak mit 23 Stimmen und damit 100 Prozent der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder des CDU-Standverbands Linnich in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt worden.

Und dieses Ergebnis wurde noch drei Mal erzielt bei der Wahl der beiden des 1. stellvertretenden Vorsitzenden Stanislaw Karlowicz, der 2. stellvertretenden Vorsitzenden Katharina Adams und des Pressewarts Heinz Neuß. Lediglich bei der Wahl von Schriftführer Justus Peters gab es eine Gegenstimme.

Damit erhielt der Stadtverbandsvorstand das Votum der Versammlung, seinen eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Und es gibt einiges zu tun, wie Chalak in seiner kurzen Dankesrede in der Gereonsweiler Bürgerhalle betonte. Als er vor zwei Jahren in den Vorstand des CDU-Stadtverbands gewählt worden war, habe er wie ander Vorstandsmitglieder Neuland betreten.

Ziel sei es gewesen, die „innerparteiliche Kommunikation“ neu zu beleben. „Die hat in der Vergangenheit schlicht nicht stattgefunden.“ Dieser Prozess sei längst nicht abgeschlossen. Ein Sommerfest des Stadtverbands, auf dem jeder mit jedem ins Gespräch kommen könne, soll eine dieser Kommunikation fördernden Maßnahmen sein. Eine weitere ist ein Fragebogen, auf dem die Mitglieder des Stadtverbands die aus ihrer Sicht wichtigen Themen und Ziele der „politischen Arbeit der nächsten Zeit“ benennen sollen. Gleichzeitig wird nach der Bereitschaft zum Engagement gefragt.

Gelichtete Reihen

Die Frage ist berechtigt, wie der Abend in der Bürgerhalle Gereonsweiler unterstrich. Von den 214 Mitgliedern des Stadtverbands waren nur 23 erschienen. Auffallend: Nicht nur die Reihe der Fraktionsmitglieder war stark gelichtet, es fehlten etliche der später gewählten Beisitzer des Stadtverbandsvorstandes und Delegierten zu einer Reihe von Versammlungen. Und selbst von den zehn zu ehrenden langjährigen Parteimitgliedern waren nur die beiden „40-Jährigen“ Maria Hilgers und Hubert Kleinen vor Ort, um Urkunde und Geschenk persönlich in Empfang zu nehmen.

Einzige Neuerung des Abend war die Erhöhung der Zahl an Beisitzern und Ersatzdelegierten auf jeweils 16. Diesen Platz nimmt Christina Dohmen ein, die damit die Frauenquote erhöht und den Ort Tetz repräsentiert.

Josef Wirtz (MdL) legte den Finger in eine selbst geschlagene Wunde. Der Parteivorstand habe in den zurück liegenden zwei Jahren eine schwierige Aufgabe zu bewältigen gehabt. Alle seien dazu aufgerufen, „die Krise in Linnich zu überwinden“, sprach Wirtz den immer noch schwelenden Konflikt zwischen dem Fraktionsvorsitzenden und vier Partei- bzw. Fraktionsmitgliedern an. Die CDU Linnich habe schließlich einen Ruf als christdemokratische Säule im Kreis Düren zu verteidigen.

Wirtz referierte kurz über die Landespolitik und sprach dabei auch die Schulpolitik an, von der Linnich in besonderer Weise betroffen sei. Wirtz sagte einen Vorstoß der CDU-Landtagsfraktion zu, die Bildung von Sekundarschulen zu erleichtern, und forderte auf kommunaler Ebenen einen Dialog mit allen politischen Kräften und den Eltern.

Auch der parlamentarische Staatssekretär im Bundesforschungsministerium und Kreisparteivorsitzende Thomas Rachel stieß im Verlauf des Abend zu den Linnicher Parteifreunden. Seinen Beitrag über die bundespolitische Arbeit in der christlich-liberalen Regierungskoalition hatte er unter das Schlagwort gestellt „Versprechen gegeben – Versprechen gehalten“. Er schlug den Bogen von der Bewältigung der weltweiten Wirtschaftskrise bis hin zur Festigung des Kreises Düren als Hochschulregion, was in der Investition in den FH-Ausbau in Jülich „die strukturpolitische wichtigste Entscheidung“ erfahren habe.

Mit Verweis auf seinen Einsatz für die Region bat Rachel um Unterstützung beim anstehenden Bundestagswahlkampf. Dies sagte ihm Chalak im Namen des Linnicher CDU-Stadtverbands zu.

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