Jülich - CDU kritisiert „Selbstüberschätzung“ des Bürgermeisters

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CDU kritisiert „Selbstüberschätzung“ des Bürgermeisters

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Jülich. Gut ein Jahr vor dem Ende der Amtszeit von Heinrich Stommel wird in Jülich zum Bürgermeister-Wahlkampf geblasen. Es steht zwar nicht fest, ob der Amtsinhaber noch einmal antritt.

Die große Koalition im Rat aber will einen Wechsel an der Spitze im Jülicher Rathaus und nach Möglichkeit einen gemeinsamen Kandidaten. Die SPD hatte sich zuletzt entsprechend positioniert, die CDU legte nun nach.

In einer Sitzung von Stadtverband und Ratsfraktion habe Einigkeit geherrscht: „Natürlich gibt es auch aus den Reihen der CDU qualifizierte Persönlichkeiten, die durchaus in der Lage wären, das Amt des Bürgermeisters wahrzunehmen. Entscheidend sei jedoch, dass es gelingt, mit einem Kandidaten, der von einer breiten Mehrheit getragen wird, einen Neuanfang zu schaffen.“ So informiert Unions-Stadtverbandschef Elmar Fuchs.

Aus diesem Grund hätten sich CDU und SPD geeinigt, gemeinsam einen Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters zu suchen. In den Gremien von CDU und SPD wurden nahezu identische Anforderungsprofile erarbeitet, die in eine gemeinsame Ausschreibung übertragen werden. Eine schwarz-rote Findungskommission werde die Ergebnisse der Ausschreibung bewerten und den Mitgliedern einen Vorschlag unterbreiten.

Mit Unverständnis hat die CDU das „Werbeinterview“ des amtierenden Bürgermeisters zur Kenntnis genommen („Stommel weiß noch nicht, ob er weitermacht“/16. August). Politik könne nur funktionieren, wenn Verwaltung und Rat zusammenarbeiten. Fuchs: „Sich hinzustellen und die Schuld für die Dinge, die nicht funktionieren, der Politik in die Schuhe zu schieben und gleichzeitig darauf zu verweisen, dass positive Entwicklungen dem Engagement des Bürgermeisters zu verdanken sind“, zeuge von „Selbstüberschätzung“. FH-Neubau, Jugendgästehaus, Gewerbegebietserschließung und mehr wären ohne den politischen Willen des Rates nicht möglich gewesen. Eine tatsächliche Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Politik sei nur mit einem Wechsel an der Spitze der Verwaltung wieder möglich.

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