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CDU Jülich: Sekundarschule ist der richtige Ansatz

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Jülich. Die Entscheidung, in Jülich eine Sekundarschule einzurichten, wird bei weitem nicht alle Probleme lösen, aber „es ist ein richtiger Ansatz”, um den Strukturveränderungen Rechnung zu tragen. Davon ist Elmar Fuchs, Vorsitzenzender des CDU-Stadtverbandes Jülich, überzeugt.

Fuchs räumt ein, dass sich seine Partei in den vergangenen Jahren schwergetan habe mit der Erkenntnis, dass das klassische dreigliedrige Schulsystem, bestehend aus Gymnasium, Realschule und Hauptschule, reformbedürftig war.

Aber demografische Entwicklungen, Anforderungen des Arbeitsmarktes, Vereinbarkeit von Kindererziehung und Beruf machen neue Denkansätze erforderlich. Gut funktionierende Hauptschulen litten darunter, dass in vielen Teilen Deutschlands die Hauptschule nur noch als so genannte Restschule mit hohem Ausländeranteil gelte. Trotz aller Bemühungen habe es die Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Schulformen kaum gegeben.

Die Diskussion um die Einführung einer Sekundarschule werde leider häufig verkürzt auf die Fragestellung, ob künftig Absolventen der Sekundarschule problemlos auf ein Gymnasium wechseln könnten. Dies sei jedoch nicht die zentrale Frage bei der Einführung der Sekundarschulen. Vielmehr gehe es darum, den Schülern einen qualifizierten Schulabschluss zu ermöglichen - mit einer besseren Schulausstattung, mit motivierten Lehrern und dem Ansehens einer Schulform, die Realschule und Hauptschule aufnehme und eine individuelle Förderung der Kinder ermögliche.

Fuchs: „Wir benötigen auch in Zukunft qualifizierte Schulabschlüsse, auch außerhalb des Abiturs.” Natürlich gebe es auch die Möglichkeit, im Anschluss an die Sekundarschule an die Oberstufe eines Gymnasiums zu wechseln. Es sei jedenfalls ein großes Manko des alten dreigliedrigen Schulsystems beseitigt, dass Entscheidungen, die im Alter von 9 Jahren bei der Wahl der weiterführenden Schule zu treffen sind, das gesamte restliche Schulleben belasten konnten.

Diese Gefahren würden sicherlich künftig nicht gänzlich ausgeschlossen sein, aber durch die Sekundarschule sind die Folgen einer Entscheidung nicht mehr unumkehrbar.

Kritiker behaupteten, so Fuchs, die Sekundarschule sei letztlich eine Gesamtschule ohne Oberstufe und damit doch für die CDU nicht tragbar. Doch für für die CDU Jülich gehe es hier nicht um ideologische Grabenkämpfe, sondern um Entscheidungen im Interesse der Kinder. „Die Sekundarschule hat sicher viele Ansätze der Gesamtschule, und diese Ansätze sind richtig.”

Die Gesamtschule habe jedoch ursprünglich den ideologischen Ansatz, die Gymnasien zu zerstören. Doch es dürfe nicht darum gehen, funktionsfähige Schulformen zu zerstören. Deshalb habe sich die Union immer für den Erhalt der Gymnasien stark gemacht. Jetzt gehe es darum, reformbedürftige Schulformen zu reformieren, und dies sei mit der Sekundarschule gelungen.

Zumindest in Jülich habe man ideologiefrei diskutiert und parteiübergreifend hervorragende Arbeit geleistet. Die Kommunalpolitik werde allzu oft alleine gelassen mit den Entscheidungen, die auf Landes- und Bundesebene getroffen würden. Fuchs: Die Art und Weise, wie mit Entscheidungen in Jülich umgegangen wurde, ist vorbildlich.” Mit der Entscheidung für eine Sekundarschule werde „ganz nebenbei auch der Schulstandort Jülich gestärkt”, was wiederum bedeutet, dass mehr Mittel zur Verfügung stehen für Ausstattung und Lehrkräfte.

Mit dem Standort Schulzentrum liegen, so betonte Fuchs, beste Voraussetzungen für eine schnelle Umsetzung vor.
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