Café Cholera KG: Kultgesellschaft feiert weltliches Jubiläum

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Jülich. „Im Jahr 1986 besann sich eine Schar von Punks, Ökos und Normalos darauf, dass es im Leben auch noch anderes gibt als Rumhängen, Alkoholkonsum und Null Bock - nämlich Brauchtumspflege”, erinnern sich die Mitglieder der Café Cholera Karnevalsgesellschaft an die Anfänge ihres närrischen Schaffens. Und so kam ihnen die Karnevalszeit sehr gelegen.

Schnell wurde eine Karnevalssitzung organisiert: Ein Dreierrat wurde berufen, ein einsamer, langhaariger Trompeter diente als Stimmungskapelle und jeder, der Lust hatte, durfte etwas beitragen. Als Veranstaltungsort fungierte der damalige Jugendtreff „Café Cholera” im Bonhoeffer-Haus.

So gründete sich die „Café Cholera Karnevalsgesellschaft” (CCKG) und zelebrierte ihre erste P(r)unksitzung, die drei Jahre später in „Trunksitzung” umbenannt wurde.

Als einmalige Aktion geplant

Eigentlich sollte es damals eine einmalige Aktion werden, doch insbesondere Uwe Mock und Axel Fuchs sorgten dafür, dass die CCKG-Sitzung in diesem Jahr Jubiläum feiert. Als 1987 das Bonhoeffer-Haus nicht mehr zur Verfügung stand, wechselte die KG kurzerhand in die „Pinte” auf der Artilleriestraße. Erst im vierten Jahr des Bestehens wurde technisches Equipment, wie Mikrofone, Verstärker und ähnliches verwendet. Stammkneipenwechsel, Kneipenbrände und andere Zwischenfälle sorgten dafür, dass der Veranstaltungsort der Sitzung zwischen „Pinte” und „Musik-Café” mehrfach gewechselt werden musste.

Auch als Anfang der 90er der „Wüstensturm” Karneval an allen Orten ausfallen ließ, wurde die Sitzung in das Wohnzimmer eines Elternhauses verlegt.

1997 zog die Gesellschaft um in den gerade eröffneten Kulturbahnhof. „Ich weiß noch, als Axel und ich in der Halle standen und dachten: Das ist ja viel zu groß hier. Ob da Stimmung aufkommt?”, erinnert sich Präsident Uwe Mock. Doch wenige Tage danach verkündete der Kulturbahnhof, dass die Veranstaltung ausverkauft war.

Stimmung pur

„Nachdem wir zu Beginn ein wenig wie Aussätzige behandelt und sogar für ein paar Jahre vom Jülicher Kinderzug ausgeschlossen worden sind, laden uns inzwischen viele Vereine zu ihren Veranstaltungen ein -Êund sind selbst auch zu unserem Jubiläumsumtrunk eingeladen”, blicken die Mitglieder der CCKG zurück. Jahr für Jahr pilgern Heerscharen zur inzwischen Kult gewordenen Veranstaltung.

Die CCKG-Familie mit der Stimmungskapelle „Les 6 Kölsch 1 Cola”, ihren vielen Eigengewächsen, dem Präsidenten Uwe Mock und Vize Axel Fuchs zeigt den Narren, wo der Hase lang läuft, nämlich dahin wo Karneval pur und ausgelassen gefeiert wird.

In die Jubiläumsession unter dem Motto „25 Jahre vehlerfrei - danke für nichts...”, startete die KG am 11.11. mit einem Konzert, das den Kulturbahnhof wackeln ließ.

In diesem Jahr feiert die Truppe am Samstag, 5. Februar, ab 20.11 Uhr einen Festkommers im Kulturbahnhof. Die Präsidenten versuchen sich an 25 Jahre CCKG zu erinnern, „Pflaumen-Flücken” singt seine Heimatlieder und die CCKG-Garde (alles ehemalige Dreigestirnsmitglieder) mit Hauptmann „Hacky Posaune” und seinem Mariechen schwingen die Beine.

Ein weiterer Höhepunkt an diesem Abend wird sicher die Proklamation des diesjährigen Dreigestirns sein. Zum Abschluss spielt die Stimmungskapelle „Les 6 Kölsch 1 Cola” und mit „Trunk ohne Stunk” wird die Nacht ausklingen.

Karten im Vorverkauf (5 Euro + VVK Gebühr) sind erhältlich im KuBa, Caf Liebevoll, Buchhandlung Fischer und im Irish Pub.

Am Karnevalssamstag steht die Jubiläums-Trunksitzung auf dem Programm. Der Vorverkauf hierfür beginnt am Samstag, 5. Februar. Weitere Infos unter http://www.kuba-juelich.de oder 02461/346643.
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