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Café Cholera Karnevalsgesellschaft: Trunksitzung zum 25.

Von: ptj
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Da geht das Publikum mit: „Festkommer(z)s” mit einem musikalischen Resümee von Pflaumen-Flücken. Foto: Jagodzinska

Jülich. . Dicht an dicht standen die Fans im blau-weiß gestreiften Outfit zum Silberjubiläum der Café Cholera Karnevalsgesellschaft (CCKG) im KuBa.

Wie zu erwarten war, hatte der „Festkommer(z)s” nichts mit einer steifen, von Festreden geprägten Veranstaltung zu tun.

Den Rückblick hielten Präsident Uwe Mock und Vize Axel Fuchs feixend mit einem Bierglas in der Hand. Sie kommentierten an die Wand projizierte Erinnerungsfotos, erste Orden und deren thematische Entwicklung und ernteten dafür einiges Gelächter: Während der Orden zum jecken 11. Jubiläum noch eine leicht bekleidete Frau mit Lederstiefeln zeigte, wurde er ab dem Jahr 2000 „zensiert”.

Der Jubiläumsorden sieht zurück auf „25 Jahre vehlerfrei - danke für nichts”. Die „Top 11” der anschließenden Hitparade führte von Status Quo zum „Kaiserwalzer” von Johann Strauß auf Platz 1. Hier durfte allgemeines Walzertanzen im Kuba nicht fehlen. Zurück zum Anfang: 1986 entschloss sich eine aus Punks, Mods, Ökos und Normalos zusammengewürfelte Schar zur Brauchtumspflege und stellte im Jugendtreff „Café Cholera” im Bonhoefferhaus spontan eine verrückte Karnevalssitzung auf die Beine.

Jahrelang vom Kinderzug ausgeschlossen

Die eigentlich als einmaliges Event gedachte P(r)unksitzung wurde drei Jahre später passenderweise in „Trunksitzung” umbenannt. Nach Stammkneipenwechseln, Kneipenbränden und „Wüstensturm”-Karneval im Wohnzimmer zog die CCKG 1997 in den gerade eröffneten Kulturbahnhof und bangte um die Stimmung in den „viel zu großen” Räumlichkeiten. Von Anfang an ausverkauft, ist die Sitzung inzwischen Kult geworden.

Die Amelner KG Total verdötsch lud als erste KG die alternativen CCKGler zu ihrer Sitzung ein, setzte die Gäste allerdings vorsichtshalber im Programm ganz nach hinten. „Seitdem sind wir jedes Jahr in Ameln die letzten”, ulkte Mock. Vorbei sind die Zeiten, in denen sie sogar vom Jülicher Kengerzoch ausgeschlossen waren, viele befreundete Gesellschaften laden die „Bekloppten” inzwischen zu ihren Veranstaltungen ein. Im Gegenzug wurde diese nun zum Jubiläumsumtrunk, geschöpft aus mit Geburtstagskerzen geschmückten Bierkästen, auf die Bühne gebeten: Neben den Verdötschten aus Ameln gratulierten die Jülicher KGs Ulk, Rurblümchen, Rursternchen und die Herzogstäder, die Merscher Bretzelbäckere, die Broicher Stopp dä Mutz, Lazarus Stromanus und der Festausschuss Jülicher Kengerzoch.

Die erste Rakete des Abends verdiente der Heimatliedersänger Bernd „Pflaumen-Flücken”, dessen musikalisches Resümee vom Publikum rege begleitet wurde.

„Pflaumen sind keine Geschlechtsorgane”

Der Interpret stellte den „sexuellen” Inhalt des Liedes „Pflaumenschnaps, den ich so gerne sauf” später „richtig” mit dem Stück: „Pflaumen sind keine Geschlechtsorgane”. Last not least besang er Jülich: „Kleiner Ellbach fließ, solange es Jülich gibt” und „Am schönsten iss es in Jülich”. Die CCKG-Garde, alles ehemalige Dreigestirnsmitglieder und angeführt von Hauptmann „Hacky-Posaune”, hatte ein schräges Flötenstück vorbereitet und wetteiferte um Tanzkünste. Der Applaus des Publikums bestimmte schließlich Karl-Philipp Gawe zum besten Tänzer an der Seite des aktuellen Tanzmariechens Kira. Eine Zeitlupenparodie krönte den Garde-Auftritt. Die Stimmung kochte beim Einmarsch des neuen CCKG-Dreigestirns, Prinz Rossi I. (Lynch), Jungfrau Tommy I. (Torsten Burlet) und Bauer Karl I. (Marx). Lange hatte Mock „schon dran gearbeitet”, Rossi Lynch, Besitzer des Irish Pubs in Jülich, als Prinz zu gewinnen. Nun war die Freude darüber um so größer. Rossi erzählte in seinem lustigen deutsch/englisch Mix von seiner ersten Ankunft am 11.11. im Rheinland von „Party ohne Ende mit Indians, Cowboys and Clowns”. Zum Abschluss des Festkommers startete die Stimmungskapelle „Les 6 Kölsch 1 Cola” in eine Nacht mit „Trunk ohne Stunk”.
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