Jülich - Bürgernahes „Dreigestirn” bei jedem Wetter

Bürgernahes „Dreigestirn” bei jedem Wetter

Von: Volker Uerlings
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Drei Mittler zwischen Bürgern und Rathaus: Die Innenstadt-Ortsvorsteher (von links) Hermann-Josef Buers (West), Margret Esser-Faber (Mitte-Süd) und Peter Schmitz (Nord). Foto: Uerlings

Jülich. Als das Salz ausging, half nur noch Split. Besser als nichts, mag man denken. Doch das gilt nicht für alle. Die Senioren in der gesamten Innenstadt, die sich bei ihren Einkäufen oder Spaziergängen auf einen Rollator stützen, werden ausgebremst, so lange das Alternativ-Streugut nicht verschwunden ist.

Andere ältere Bürger in der Kernstadt, die durchaus noch gut zu Fuß sind, haben in der Eis- und Schnee-Periode ihre Wohnungen über Wochen nicht verlassen, weil ihnen das Pflaster viel zu glitschig war. Da war bei der Versorgung mit Lebensmitteln die Not zum Teil groß. Das sind die durchaus großen Sorgen, mit denen die Ortsvorsteher in der City zuletzt und aktuell konfrontiert wurden.

Außerdem wurden Peter Schmitz, Margret Esser-Faber und Hermann-Josef Buers auf das saisonale Problem gestoßen: Straßenschäden. Die Eiszeit hat massive Spuren und Gefahrenstellen hinterlassen, deren Beseitigung den Bauhof mittelfristig auslasten dürfte.

Aufgabe des vom Rat gewählten Trios ist vor allem eines: Es vermittelt und zeigt Wege auf. Das ist auch beim seit der Kommunalwahl Ende August 2009 „neuen Dreigestirn” oberstes Gebot.

Neben Margret Esser-Faber (Innenstadt-Süd), die in die nächste Amtszeit geht, sind Hermann-Josef Buers (West) und Peter Schmitz (Nord) neu - zumindest auf diesem Pflaster. Schmitz war über zwei Jahrzehnte Ratsmitglied, hat aber gleich einen großen Unterschied gegenüber früher festgestellt: „In wenigen Monaten als Ortsvorsteher bin ich wesentlich öfter angesprochen worden als in 20 Jahren im Stadtrat.” Das beweise, so der ehemalige Schulleiter, wie wichtig und akzeptiert dieses Amt sei.

Daran bestanden wohl nie Zweifel. In der Vergangenheit gab es freilich Kritik, als die Zahl der City-Ortsvorsteher von zwei auf drei erhöht wurde. Buers, Schmitz und Esser-Faber haben alle Hände voll zu tun und finden die Dreiteilung richtig. Die Zeit des wuchernden Unkrauts - ein Beschwerde-„Klassiker” - naht unaufhaltsam.

Wer genau wissen will, zu welchem Bezirk seine Straße gehört, kann das im Internet (http://www.juelich.de/stadtteile/) nachlesen oder aber bei der Verwaltung erfragen (02461 630).

Obwohl die neuen Amtsinhaber alle der CDU angehören, verstehen sie sich als überparteiliche Ansprechpartner, die in gewisser Weise selbstständig und unabhängig sind. So könne man bei kleinen oder großen Problemen durchaus selbst die Verwaltung informieren und finde Gehör, sagt Margret Esser-Faber.

Hermann-Josef Buers pflichtet nach seinen ersten Erfahrungen bei. Er hat in seinem Bezirk schon eine Ortsbegehung organisiert und wird oft angerufen. „Ich bin auch schon mal runtergeputzt worden. Aber die Leute brauchen eben manchmal ein Ventil.” In seinem West-Bezirk ist und bleibt sicher der Schwerlastverkehr ein drängendes Problem.

Zum Nordviertel gehört auch der Friedhof mit der maroden Leichenhalle. In der Innenstadt gibt es natürlich eine Reihe an „Baustellen”, die Bürger, Kunden und Geschäftsleute ärgern. Die drei Ortsvorsteher können, werden und wollen nicht alles im Alleingang regeln. Aber die Menschen finden bei ihnen Gehör. Und das ist das Mindeste.
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