Jülich - Bücherstapel für junge Schmökerfreunde ist höher als der Hexenturm

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Bücherstapel für junge Schmökerfreunde ist höher als der Hexenturm

Von: tas
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Freudestrahlend nahmen die jungen und jüngsten Leser ihr Zertifikat entgegen, das ihnen attestiert, drei oder mehr Bücher gelesen zu haben. Foto: Ariane Schenk

Jülich. 1244 Bücher haben die fast 200 Kinder und Jugendlichen in den sechs Wochen Sommerferien gelesen. Aufeinandergestapelt ist „das etwas höher als der Hexenturm“, weiß Hans-Josef Bülles. Er ist diesjähriger Pate des Jülicher Sommerleseclubs, Bürgermeister Heinrich Stommel der des Juniorleseclubs, deren Abschluss im Kulturbahnhof gefeiert wurde.

„Lesen ist wichtig, da man dabei seinen Wortschatz erweitert und seine Rechtschreibung verbessert“, begründet der Bürgermeister seine Patenschaft.

„Der Grund ist“, so Birgit Kasberg, die stellvertretende Büchereileiterin, „dass es immer mehr Leser gibt und die Stadtbücherei einfach zu klein wird.“ Beim Juniorleseclub, in dem Schüler der Klassen 1 bis 4 sind, nahmen 115 Leser teil, von denen 96 drei oder mehr Bücher lasen und somit erfolgreich waren. Den Sommerleseclub, der Schüler ab Klasse 5 aufnimmt, absolvierten 49 mit Zertifikat.

Damit liegt die Jülicher Erfolgsquote bei 67 Prozent – im oberen Drittel von NRW, denn in ganz Nordrhein-Westfalen liegt der Schnitt bei 58 Prozent.

Jedes der Kinder erhielt ein Zertifikat dafür, dass es drei Bücher und mehr gelesen hat. Außerdem soll es einen Vermerk auf das nächste Zeugnis geben. „Für die Kleinen des Juniorleseclubs gibt es stattdessen auch schulinterne Absprachen. Zeigt das Zertifikat also unbedingt euren Klassenlehrern.“ Diese „Absprachen“ werden sich zum Beispiel als Hausaufgabengutscheine entpuppen. „Für die Erstklässler dauert es eben noch lange, bis sie ihr erstes Zeugnis bekommen, daher bekommen sie schon vorher etwas, worüber sie sich freuen können“, erklärt Kasberg.

Freuen konnten sich die Teilnehmer auch über das Vor-Programm: Im exklusiven Preview konnten sie „Drachenzähmen leicht gemacht 2“ sehen.

Preis-Tombola

Neu war in diesem Jahr auch die Preisvergabe, die nach Art des Tombola-Prinzipes stattfand. So gab es keinen Unterschied zwischen Viellesern und Lesern, die nur drei Bücher lasen.

Dazu waren vier Tische aufgebaut, auf denen sich ähnliche Wertgegenstände und Gutscheine befanden, aus denen die erfolgreichen Teilnehmer frei wählen konnten. Wer wann zum Gabentisch gehen durfte, entschied die Reihenfolge der gezogenen „Logbücher“ in denen per Stempel die Anzahl der gelesenen Bücher eines Mitgliedes vermerkt wurde.

Abgesehen von dem Wettbewerb für Einzelne gab es auch dieses Jahr wieder für eine Schule den Wanderpokal für die meisten Leserinnen und Leser zu erhalten. Es siegte mit nur zwei Logbüchern Vorsprung das Gymnasium Haus Overbach über das Gymnasium Zitadelle und verteidigte somit seinen ersten Platz des Vorjahres. „Ein knappes Ergebnis“, fasst Büchereileiterin Mirka Reef zusammen.

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