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Brückenkopf-Park: Kein Märchen im Hochsommer

Von: ptj
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Gisa Stein verwandelte sich am
Gisa Stein verwandelte sich am Bootssteg in die „Kleine Meerjungfrau” und las aus dem gleichnamigen Märchen im Brückenkopf-Park. Foto: Jagodzinska

Jülich. Im Jülicher Brückenkopf-Park wurde es tierisch und fabelhaft. Allerdings boten die äußeren Umstände beim Zoofest und den „Märchenträumen” leider kein „Sommermärchen”. Dennoch waren die erst am Nachmittag etwas zahlreicheren Besucher vom Programm angetan.

Vom Stadtgarten bis zum Ort der Stille fanden sich ein Dutzend prominenter und weniger bekannter Jülicher Gestalten ein, in ihrer bunten Verkleidung aus der Märchenwelt allerdings nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen. Sie lasen fantasievolle Geschichten, Märchen, geheimnisvolle Sagen und spannende Fabeln und verhalfen so ihrem lauschenden Publikum aus kleinen und großen Gästen zum Abtauchen in die Traumwelt.

So war am Bootssteg eine wunderschöne Meerjungfrau mit engelsgleicher Lockenpracht im glitzernden Schuppenkostüm mit weißer Schwanzflosse zu sehen. Ihr Körper war von einem Netz umschlungen, Algen und Muscheln schmückten ihr Haar: Gisa Stein las unter anderem - natürlich - die „Kleine Meerjungfrau” von Hans Christian Andersen, deren Sehnsucht nach der Menschenwelt in einem von ihr geretteten Prinzen Gestalt angenommen hat.

Eine hellblonde Lockenpracht trug auch „Prinzessin” Dr. Dorothee Esser. Ihre Lesung war für den Ort der Stille vorgesehen, wegen des feuchtkalten Wetters wich sie aber mit ihrem kleinen Publikum in die Kasematten aus. Zu ihrem Repertoire zählte das slawische Märchen um einen spannenden Kampf um die Befreiung der Prinzessin aus der Macht eines bösen Zauberers: „Der Lange, der Breite und der Scharfäugige”. Gestik, Mimik und Stimme der Parkchefin, die augenscheinlich über reichlich Theatererfahrung verfügt, ließen gewaltige Spannung aufkommen.

Unweit vom Bootssteg, im Flieg-Flatter-Summ-Garten, tauchte Redakteur Volker Uerlings mit seinen Zuhörern ein in die Welt eines Schweinehirten: Seine Witwe sieht sich nach dessen Tode genötigt, den 14-jährigen Sohn an einen feinen Herrn zu „vermieten”. In die Welt eines Schweinehirten passte auch der Geruch aus dem benachbarten Wildschweingehege.

Entsprechend ihrer vorgetragenen Geschichten liefen indes Park-Geschäftsführer Hajo Bülles als gestiefelter Kater und Mitarbeiterin Anne Schüssler als Schneewittchen durch den Park.

Zauberin Nataly verwandelte wiederholt das Rotwildgehege in die „Verhexten Bäume im Zauberwald”. Gleich dreimal trieb die Hexe Gela als „Kleine Hexe” im Weidengarten ihr Unwesen. Mit von der Partie war auch MdL Josef Wirtz im Stadtgarten mit den „Drei Musikanten”.

„Schade, dass so wenig Leute hier sind”, war wiederholt von Gästen zu hören. Sehr viel objektiver sah das Eva-Behrens-Hommel, Vorsitzende des Brückenkopf-Vereins: „So war das Wetter doch immer beim Zoofest: Eine Hälfte total im Regen, die zweite Hälfte schön, und es kommen viele Leute.” Am Vereinsstand fand sich auch ein neuer Pate für einen Uhu. Etwa zwei Dutzend weitere Tier-Patenschaften bestehen darüber hinaus - laut Eva Behrens-Hommel „dank der Serie” namens Zootagebuch in unserer Zeitung. Ferner ist eine Chronik über 50 Jahre Brückenkopf-Zoo in Arbeit.
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