Jülich - Brückenkopf-Park ist tierisch gut drauf

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Brückenkopf-Park ist tierisch gut drauf

Von: Otto Jonel
Letzte Aktualisierung:
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Wenn Jonathan Keck das Büffet eröffnet, gibt es bei den Stachelschweinen kein Halten. Foto: Jonel

Jülich. Kolonnenweise marschieren Pärchen von Kindergartenknirpsen Händchen haltend durch den Brückenkopf-Park in Jülich. Die Zielrichtung ist eindeutig: Es geht hinüber zum Zoo. Dort ist gleich neben dem Eingang erster längerer Halt. „Nich‘ so nah ran geeehään. Die anderen wollen auch was seh‘n“, drängelt sich eine resolute Vierjährige in die erste Reihe. Von dort hat sie beste Sicht auf die drei Stachelschweine, die sich kaum drei Armlängen entfernt gerade an einem Obstbüffet gütlich tun.

Die drei „Afrikaner“ aus dem Zoo Neuwied haben sich zur Freude Eva Behrens-Hommels, Vorsitzende des Brückenkopfvereins, zu einer Publikumsattraktion entwickelt. Den Erdmännchen laufen die gemütlichen Großnager zwar nicht den Rang ab, aber mehr als ein Hingucker sind sie allemal. Und wenn der Tierpfleger mit dem Futtereimer scheppert, entwickeln die Stachelträger ein beachtliches Tempo. Entgegen ihrer ursprünglich Neigung, nämlich in der Dämmerung und des Nachts richtig munter zu werden, sind die beiden ausgewachsen Tiere und das Junge im Brückenkopf-Zoo publikumswirksam zu den üblichen Öffnungszeiten auf ihren kurzen Beinchen unterwegs.

Noch nicht auf Publikum eingestellt sind die beiden Weißbüscheläffchen. Sie müssen noch ihre Quarantänezeit absitzen. „Das muss sein, damit wir sicher sind, dass sie keine Krankheiten einschleppen“, bittet Eva Behrens-Hommel noch um etwas Geduld. Und wenn es dann so weit ist, kommt einer der beiden Affen möglicherweise gar nicht den Genuss, das Jülicher Außengehege zu beschnüffeln. Weil man gerne Nachwuchs sähe und das mit zwei Männchen schlecht zu bewerkstelligen ist, muss eines gegen ein Weibchen eingetauscht werden. Die Anbandelung ist bereits in Planung. Ein Weißbüschelaffenmädchen aus dem Gaia-Park in Kerkrade/NL soll in Jülich Weißbüschelnachwuchs bekommen.

Da ist das Storchenpaar im Park schon einen Schritt weiter. Die beiden haben ein Nest gebaut und kümmern sich liebevoll um ein Gelege mit vier Eiern. Da klappert‘s bald. „Wir sind ganz stolz“, sagt Hajo Bülles, stellvertretender Geschäftsführer der Brückenkopf-Park GmbH. Nachwuchs im Zoo sei immer ein Zeichen dafür, dass die Tiere sich wohlfühlen.

Zur Verbesserung der Rahmenbedingungen trägt unter anderem das Geld aus den Tierpatenschaften seinen Teil bei. Die Patenschaft für ein Stachelschwein beispielsweise kostet 120 Euro. Dafür darf der Pate sein Schwein ein ganzen Jahr lang besuchen.

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