Jülich - Black Sheriff: Vertreter der harten Variante des Rock

Black Sheriff: Vertreter der harten Variante des Rock

Von: brit
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Black Sheriff

Jülich. Ein Feuerwerk im Wortsinne brannten „Black Sheriff“ am Freitagabend in der Kneipe des Jülicher Kulturbahnhofs ab. Aus den Köpfen der Gitarren sprühten Funken, zu später Stunde diente gar die Theke als Bühne.

Mit ihrer wilden Mischung aus Mötley Crüe, Van Halen, Ozzy Osbourne und den Sex Pistols – soweit die Auskunft der Musiker zu ihrem Stil – hatte das Quartett spätestens nach dem dritten Stück das Publikum auf seiner Seite.

Zum Leidwesen des Veranstalters wollten auch dieses Rockkonzert im Jülicher Kulturbahnhof nur wenige Zuschauer erleben. Zum eigentlichen Konzertbeginn um halb neun Uhr hatte sich eine recht überschaubare Menschenmenge in der Bahnhofs-Kneipe eingefunden. Da half es auch nichts, dass schon die Vorband mit einer guten Viertelstunde Verspätung die Bühne betrat. So mussten die vier Jungs von „Gravity“ vor halbleerem Haus loslegen, dabei hätten auch die Nachwuchsmusiker aus Jülich und Umgebung definitiv mehr zuhörende und sehende Aufmerksamkeit verdient gehabt. Jan, Ivo, Anton und Tim sind hierzulande keine Unbekannten mehr, auch im KuBa hat der brachial laute, gut und vor allem selbst gemachte Alternative-Rock des 2012 gegründeten Quartetts bereits sein Publikum gefunden. Am Freitag gab es abermals eindeutig mehr als nur anerkennenden Applaus für das souverän agierende Vierergespann.

Laut, rockig, mit einer guten Portion „Dreck“ ob im Gesang oder den Gitarrenriffs und definitiv viel Spaß daran, auf der Bühne zu stehen, ging es mit den schwarzen Sheriffs aus Köln weiter. „Make some Noise!“ brüllte Sänger Glen Ravioli der noch zurückhaltenden Zuschauermenge schon eingangs entgegen. „Krach machen“ war denn auch das Motto der folgenden Minuten.

Eindrucksvoll bewiesen die finster dreinblickenden Gesellen, stilecht und passend zum Bandnamen mit spitzen Boots, dunklen Sonnenbrillen und speckigem schwarzen Cowboy-Hut gekleidet, dass sich mit zwei Gitarren, Bass und Schlagzeug eine Menge Dampf machen lässt. Wem nach den einleitenden Stücken noch nicht ganz klar gewesen sein sollte, wohin die musikalische Reise gehen würde, der wusste spätestens Bescheid, als Sänger Ravioli verkündete, pardon herausschrie: „The next Song is dedicated to Ronnie James Dio!“.

Dio, Sänger von „Rainbow“ und Nachfolger von Ozzy Osbourne bei „Black Sabbath“, hätte garantiert seine helle Freude am Konzert gehabt: Ein Solo jagte das nächste, Boxen, Verstärker und Musiker gaben alles, und die Showeinlage des Gitarristen am Ende hätte den berühmten Kollegen von ACDC alle Ehre gemacht. „Die sind echt gut abgegangen!“, wie ein sichtlich angetaner Konzertbesucher anerkennend und zutreffen feststellte.

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