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Bischofspreis fürs Jülicher Werk

Von: hfs.
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Jülich. Engagement zeigen, sich für Randgruppen einsetzen, über Integration nicht nur reden, sondern sie auch fördern. Oder Initiativen ergreifen, die es zum Beispiel geringfügig qualifizierten Menschen trotzdem ermöglichen, fester Bestandteil in der Arbeitswelt zu werden.

Das sind Beispiele für besonderes soziales unternehmerisches Engagement, und das verbirgt sich hinter dem „Bischofpreis”, der alle zwei Jahre vergeben wird. Er würdigt nun die Bemühungen der Jülicher Firma Smurfit Kappa im Wellpappenwerk an der Dürener Straße.

Zum vierten Mal seit 2003 verleiht der Aachener Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff in Zusammenarbeit mit dem „Großen runden Tisch des Bischofs von Aachen” den Preis „ausgezeichnet”. Die Initiative - ihr gehören die Industrie- und Handelskammer, die Handwerkskammer, die Vereinigung der Unternehmerverbände im Aachener Industriegebiet, die evangelischen Kirchenkreise Aachen und Jülich, der DGB Region NRW-West und die Agentur für Arbeit an - wählte aus einer Vielzahl von kleinen und mittelständischen Betrieben die Jülicher Firma aus, „weil sie sich im besonderen Maße für junge Menschen eingesetzt hat, die schwer im Berufsleben vermittelbar sind. Das hat mir imponiert”, sagte Bischof Mussinghoff bei seiner Laudatio.

Er lobte und würdigte besonders die Tatsache, „dass sich Smurfit weiterhin verpflichtet sieht, dieses soziale Engagement in der Zukunft fortzuführen”, griff der Bischof ein Pilotprojekt auf, mit dem sich das Jülicher Unternehmen mittlerweile auch in Deutschland einen Namen gemacht hat. Viele Mitbewerber haben diese Idee schon aufgegriffen. „Wir bilden die jungen Leute nicht nur aus und schaffen die Möglichkeit, dass sie den Facharbeiterbrief erwerben, sondern sie können zudem später noch den Meisterbrief machen”, stellte Werksleiter Klaus Burghardt eine weitere Jülicher Besonderheit heraus. „Damit sichern sie nicht nur die Beschäftigungsfähigkeit, sondern verhindern letztlich auch die Arbeitslosigkeit”, meinte Heinrich Mussinghoff, um dann Klaus Burghardt den Bischofpreis „ausgezeichnet” zu verleihen.

Zuvor hatte der Laudator daran erinnert, dass es gerade die geringfügig qualifizierten Menschen seien, denen bei wirtschaftlichen Krisen gekündigt werde. „Sie können jahrelang für ihr Unternehmen wertvolle Tätigkeit verrichtet haben, bei Umsatzrückgang sind sie die ersten, die gehen müssen.” Smurfit beschäftigt zur Zeit 130 Mitarbeiter, bietet jährlich Ausbildungsplätze für Verpackungsmittel-Mechaniker über den Bedarf hinaus an. Insgesamt, so Klaus Burghardt, wurden von Wellpappe West mit fünf Werken 78 zusätzliche junge Leute ausgebildet, „worauf wir stolz sind.”

Neben der Urkunde überreichte der Aachener Bischof ein Gemälde von Pater Bonifatius und eine Einladung in das Zisterzienserkloster Bochum-Stiepel für sechs Smurfit-Angestellte.
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