Jülich - Bibliotheken laden ein: Lesen soll zum Genuss werden

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Bibliotheken laden ein: Lesen soll zum Genuss werden

Von: Christina Diels
Letzte Aktualisierung:
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Schiller-Ballade, Roman oder Brailletext? Zum „Treffpunkt Bibliothek” laden ein (v.l.n.r.) Werner Wieczorek, Stadtbücherei Jülich, Marlies Stechemesser, Ensemble Il Flaute Dolce, Edith Salz, Zentralbibliothek FZJ, Sieglinde Plum, Bibliothek Haus Overbach und Lothar Schubert, Blinden- und Sehbehindertenverein Düren. Foto: C.Diels

Jülich. Möchten Sie einen Koch auf der Jagd nach seiner gestohlenen Geldtasche in den Pekinger Großstadtdschungel begleiten? Oder bevorzugen Sie eine Reise ins 19. Jahrhundert zum Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy? Ihre Bücher können Sie ab Freitag getrost zur Seite legen.

Selbst Schillerfans werden auf ihre Kosten kommen. Zur bundesweiten Aktionswoche „Deutschland liest. Treffpunkt Bibliothek” können Sie sich mit Literatur berieseln lassen. Werner Wieczorek, Leiter der Stadtbücherei Jülich, und neun Bibliotheken im Stadtgebiet laden ein. „Wir wollen nicht nur ein Ort des Lesens sein, sondern auch des Austausches.” Damit meint er, dass die Besucher den Treffpunkt nutzen können, um über Literatur zu reden.

Zum Auftakt am Freitag, 19.30 Uhr, nimmt Margret Hanuschkin die Zuhörer mit auf eine Reise in Gedichten, Briefen und Bildern des Musikers Mendelssohn. Das Ensemble Il Flauto Dolce begleitet musikalisch (Eintritt 5 Euro).

Wenn Sie am Samstag zwischen 10 und 13 Uhr auf dem Markt ein Jugendlicher bittet, eine Passage aus einem Buch vorzulesen, sind Sie mittendrin in der Aktion „Jülich liest!”. Mitglieder des Jugendparlaments haben die Bücher ausgesucht, Ehrenamtler der Gruppe „Senioren ins Netz” zeichnen die Lesung auf, um sie zu kleinen Filmen zu verarbeiten. Hier setzt das Amt für Kinder, Jugend und Sozialplanung auf den Austausch zwischen Generationen.

Mit Pantomime und Schauspiel inszeniert das Weimarer Kieck-Theater Balladen und Gedichte von Friedrich Schiller am Montag, 9. November, 19.30 Uhr (Eintritt 5 Euro). Für Kinder ab acht Jahren bereitet das Theater Schillers Balladen am Dienstag, 10. November, 16 Uhr, auf. Cornelia und Thomas Kieck erläutern den Kindern dazu Zeit und Sprache von damals (Eintritt 3,50 Euro).

Szenen auf der Leinwand

Den Eindruck vom hektischen Peking bekommen Sie am Dienstag, 10. November, 19.30 Uhr. Die Aachener Schauspielerin Annette Schmidt liest aus dem Roman „Taschendiebe” von Liu Thenyun vor. Während Da Zhang ihre Worte musikalisch untermalt, laufen auf der Leinwand Filmszenen aus Peking. „Auf Chinesisch”, verrät Edith Salz von der Zentralbibliothek des Forschungszentrums Jülich. „Auch wenn man nicht viel versteht, der optische Eindruck zählt.” Der Eintritt kostet 5 Euro.

Lesen als Erlebnis steht am Donnerstag, 12. November, 19 Uhr, im Mittelpunkt. „Literatur und Musik aus dem Dunkeln” kündigt Lothar Schubert vom Blinden- und Sehbehindertenverein Düren an. Zum 200. Geburtstag von Louis Braille, dem Erfinder der Blindenschrift, tragen Mitglieder Nachdenkliches und Humorvolles aus Literatur und Lyrik vor. „Wir haben ein paar gute Punktschriftleser in unseren Reihen”, sagt Schubert. „Trotz aller Vorteile von Hörbüchern -Êals Mensch mit Handicap die Blindenschrift lesen zu können, ist der höchste Genuss.”

Wer „Eine kurze Geschichte der Zeit” hören will, merkt sich für den Stephen Hawking-Klassiker Freitag, 13. November, 16 Uhr, im Seecasino des Forschungszentrums vor. Der Nachrichtensprecher Lutz Göhnermeier liest aus einem Kapitel über schwarze Löcher vor. Der WDR überträgt die Lesung live in der Wissenschaftssendung „Leonardo”.
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