Jülich - Bewährter Vorstand will „Zehner“ entwickeln

Bewährter Vorstand will „Zehner“ entwickeln

Von: Kr.
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Auf mehr Schultern soll die Vorstandsarbeit beim SC Jülich 1910 verteilt werden. Foto: Kròl

Jülich. „Es ist alles im grünen Bereich“, wusste Michael Lingnau, Vorsitzender des SC Jülich 1910, bei der Jahreshauptversammlung im Hotel „Alte Post“ zu vermelden. Trotz widriger Wetterverhältnisse waren zahlreiche Mitglieder gekommen, schließlich standen wichtige Themen zur Tagesordnung.

An erster Stelle galt es, nachdem die Regularien abgewickelt waren, einen neuen Vorstand zu wählen. Zuvor legte der Vorsitzende noch all das dar, was in den vergangenen beiden Jahren erreicht worden ist. „Es geht aufwärts mit dem SC Jülich 1910“, berichtete er.

Erfolgreich sei am 16. August 2012 das Insolvenzverfahren abgeschlossen worden. Sechsstellig sei die Schuldenlast gewesen, die den Verein gedrückt hatte, doch nun könne man optimistisch in die Zukunft schauen. „2008 hätten wir es uns nicht träumen lassen, dass der Verein noch zu retten ist“, betonte Lingnau und lobte vor allem seinen Vorstand, der mit dem nötigen Sachverstand und dem Herz auf dem rechten Fleck all dies bewirkt hatte. Nachdem die finanzielle Situation wieder geklärt war, habe der Verein auch mit ruhigem Gewissen, wenn auch mit zwei Jahren Verspätung, das 100-jährige Vereinsbestehen feiern können.

Der Vorsitzende erinnerte an die vielen Aktionen rund um dieses Jubiläum, beispielsweise den großen Festkommers, die Geburtstagsparty und nicht zuletzt das Freundschaftsspiel zwischen Borussia Freialdenhoven und Fortuna Düsseldorf, das im Karl-­Knipprath-Stadion ausgetragen wurde. Dank sagte er zudem Günter Kuhn und Uwe Mock, die für die Festschrift verantwortlich zeichneten.

Er erinnerte auch an das Jugendcamp, das auch in schlechten Zeiten in den Sommerferien angeboten wurde. Hier dankte er vor allem den beiden Organisatoren Hans Scheiba und Peter Kosprd. Beim Jülicher Kengerzoch waren die Zehner mit dabei. Die Jugendabteilung befindet sich wieder im Aufwind und auch die 1. Mannschaft führt die Tabelle ihrer Gruppe in der Kreisliga C an.

Lingnau mahnt zur Geduld

„Jetzt können wir Jülich 10 als Marke wieder in den Vordergrund rücken. Das verpflichtete uns natürlich auch zum sportlichen Erfolg. Aber habt Geduld – Himmelsstürmerei hat dem Verein immer geschadet“, mahnte Lingnau und wagte damit gleichzeitig einen Ausblick auf die kommenden Jahre. Neben dem sportlichen Aufbau will der Verein der Sanierung und Nutzung des Karl-Knipprath- Stadions mehr Aufmerksamkeit schenken.

„Es ist nicht das „Zehner“-Stadion, sondern das Zentralstadion des Nordkreises und verdient daher mehr Aufmerksamkeit“, erklärte Lingnau. Künftig wollte er sich dafür einsetzten, dass es sowohl sportlich als auch kulturell stärker genutzt werde. Außerdem sollte das Vereinsheim mit mehr Leben gefüllt werden. Ein wichtiger Punkt wird noch der Aufbau eines Sponsoren-Pools sein. Abschließend dankte Lingnau allen Mitstreitern und vor allen Dingen den „stillen“ Arbeitern, die meist im Verborgenen wirken.

Einen vollständigen Kassenbericht konnte Kassenwart Reinhard Kullig bei der Versammlung nicht vorlegen, da der Verein erst im August in die Selbstständigkeit entlassen worden ist. Er berichtete allerdings, dass die Jubiläumsfeiern einen kleinen Überschuss in die Kassen gespült hätten. Helmut Lohn, der als alter „Zehner“ die Höhen und Tiefen des Traditionsvereins miterlebt hat und die Kasse prüfen sollte, schlug daher vor, die Abrechnung der fünf Monate bei der nächsten Jahreshauptversammlung vorzulegen und den Vorstand bedingt zu entlassen. Mit großer Mehrheit bestätigte die Versammlung diese Vorgehensweise.

Einstimmige Wiederwahlen

Einstimmig wurde anschließend der geschäftsführende Vorstand mit Michael Lingnau an der Spitze gewählt. Zur Seite stellte ihm die Versammlung mit Heinz Rosenberg, Claus Nürnberg und Robert Musiol drei Stellvertreter. Schatzmeister bleibt Reinhard Kullig, dem Sabine Rockel zur Seite steht. Geschäftsführer wurden Elvira Musiol und Tino Schwedt. Auf möglichst viele Schultern möchte Michael Lingnau die Arbeit des Vorstandes verteilen. Daher gab es mit Axel Fuchs, Uwe Mock, Heiko Mock, Michael Meyen, Detlef Richter, Bianca Wellner, Marc van Snick, Manu Panciera, Manuela Küven, Niklas Pracht, Nils Krause, Mark Hollerich, Peter Kosprd und Hans Scheiba einen recht großen Beisitzerkreis.

Kuhn Ehrenmitglied im Vorstand

Zuvor hatten die Anwesenden schon Günter Kuhn die Ehrenmitgliedschaft im Vorstand angetragen. Ehe man zur Aussprache und Abstimmung über die neu verfasste Jugendordnung kam, ehrte Lingnau noch Uwe Böhler für 30-jährige Mitgliedschaft. Enger soll die Jugendabteilung, die im März tagen wird, wieder stärker an den Verein anbinden. Außerdem wurde die Mitbestimmung der Jugendlichen erweitert. Waren bisher nur Mitglieder ab 14 Jahren stimmberechtigt, wurde dies inso weit ausgedehnt, dass für die bis zu 13-Jährigen ein Elternteil seine Stimme abgeben kann.

Mit großer Mehrheit wurde die neue Jugendordnung verabschiedet und einstimmig wurde auch der Fortführungsbeschluss für den Verein gefasst.

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