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Bester deutscher Jungbäcker hat in Aldenhoven gelernt

Von: Antonius Wolters
Letzte Aktualisierung:
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Stolzer Bäckergeselle: Bundessieger Daniel Plum präsentiert nach dem Wettbewerb in Weinheim (Baden-Württemberg) Urkunde und Pokal.

Aldenhoven. „Wir schweben alle wie auf Wolken“, sagte hinterher Heike Stolz, Inhaberin des Café Bremen an der Frauenrather Straße in Aldenhoven. Der Grund für ihren emotionalen Höhenflug ist der phänomenale Erfolg ihres Gesellen Daniel Plum, der nach Kammersieg und dem ersten Platz auf Landesebene sich unter der Woche an der Akademie des Deutschen Bäckerhandwerks in Weinheim die Deutsche Meisterschaft der Jungbäcker gesichert hat.

 Zudem wurde sein Schaustück per Online-Voting auf Rang eins gewählt. „Es war ein heftiges Niveau, bei dem Kleinigkeiten den Unterschied machen“, atmete der Preisträger nach dem kräftezehrenden Wettbewerb durch. Die insgesamt zehn Bäckergesellen, die um den Titel wetteiferten, waren selbstredend bestens vorbereitet. Bevor es losging, mussten die Kandidaten aus ganz Deutschland eine Arbeitsmappe, Rezepte und einen Ablaufplan vorlegen, den sie vorher minutiös erprobt hatten.

Beobachtet wurde der Bäckernachwuchs nicht allein von den zehn Wertungsrichtern, die die Backresultate am Ende unter die Lupe nahmen, sondern auch von einem Kamerateam, das die Gruppe drei Tage lang für die Reihe „Aktion Leben“ bei Kabel 1 begleitete.

Gestählt durch die erfolgreich absolvierten bisherigen Entscheide, ging Daniel Plum relativ locker an den Start. „Ich hatte nichts zu verlieren“, sagte der 20-Jährige später, der immerhin den Ehrgeiz mitbrachte, in dem fünfstündigen Wettbewerb unter die Top drei zu kommen. Klar war vorab schon, dass neben Plundergebäck, Broten und Kleingebäck auch ein Schaustück zum Thema Deutsche Brotkultur auf der Agenda stand. Daniel Plum hatte dazu eine statisch schwierige Buttercremetorte kreiert, die – siehe oben – auch überregional großen Anklang fand,

All das Backwerk, das Daniel Plum am Ende des Wettbewerbs präsentierte, war offenbar so beeindruckend, dass ihm die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen war. „Meine Eltern sind megastolz“, berichtete der Titelträger über die Reaktionen aus seinem privaten Umfeld. So fiel das anschließende SMS-Aufkommen dem Anlass entsprechend umfangreich aus.

Nicht zuletzt bezieht Plum die Meriten nicht auf sich allein, sondern dankt auch und vor allem seiner Mutter Bärbel und Heike Stolz für die Anregungen bei der Dekoration, seinem Vater Heinz-Josef für die Hinweise als Konditormeister sowie seinem Aldenhovener Chef Hartmut Stolz für die backtechnische Begleitung.

Kurz vor der Meisterprüfung

„Es ist nicht leicht, alles unter einen Hut zu bekommen“, sind es derzeit unruhige Wochen für Daniel Plum, denn neben all den Wettbewerben und Vorbereitungen dafür sowie der Arbeit in der Aldenhovener Backstube absolviert Plum derzeit auch noch die Meisterschule in Bonn. In der kommenden Woche steht dort die theoretische Meisterprüfung auf dem Plan, im Januar folgt die Praxisprüfung. Nach allen bisherigen Erfolgen wäre der Meisterbrief sicher die Krönung für den 20-Jährigen, der über kurz oder lang wohl in den elterlichen Betrieb in Übach-Palenberg einsteigen wird.

Zudem will er versuchen, mit seinem Zimmerkollegen Samuel aus Bayern, den er bei der DM kennengelernt hat und der Zweiter wurde, ein weiteres Ziel zu erreichen: „Wir rocken Europa“, haben sich die beiden Bäckerburschen in Weinheim geschworen, auch wenn die EM erst in zehn Monaten ansteht.

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