Velbert/Jülich - Beim TTC Indeland endet die Ära Dimmig mit einem Minutenrekord

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Beim TTC Indeland endet die Ära Dimmig mit einem Minutenrekord

Von: Jörg Sauer
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Mit einem Blitzsieg seiner Mannschaft endete Johannes Dimmigs (2.v.l.) Ära beim TTC Indeland Jülich. Acht Jahre lang war er der sportliche Lenker. Foto: Kròl

Velbert/Jülich. Wer hätte auch nur im Ansatz daran gezweifelt, dass der TTC Indeland Jülich sein letztes Saisonspiel in Velbert haushoch gewinnt? Doch die Indeländer waren in der frisch abgelaufenen Saison immer für schöne Überraschung und positive Schlagzeilen gut. So auch zum Showdown der Saison.

Der TTC Jülich schlug den Vorjahresmeister Union Velbert mit 6:0, das war der schnellste Jülicher Sieg aller Zeiten.

Doch das Szenario, das die Jülicher in Velbert antrafen, war verwunderlich. Jülich stand vor dem Spiel bereits als Vizemeister fest, und den Velbertern war klar, dass die kommende Zweitligasaison ohne sie stattfinden wird. Dennoch war die Halle sehr gut gefüllt und die einheimischen Fans, die zahlreich mit Trommeln erschienen waren, feierten ihre Mannschaft mit den Gesängen: „Nie mehr zweite Liga!“

Doch die erste Mannschaft der Velberter saß brav in der ersten Zuschauerreihe und sah ihrer zweiten Mannschaft, die am Samstag gegen Borussia Düsseldorf II den Aufstieg in die Oberliga feierte, beim Aufwärmen zu. Sollten sich die Velberter etwa zum Abschied aus der zweiten Bundesliga den Scherz gönnen, mit der kompletten zweiten Garnitur gegen die ohnehin schon übermächtigen Jülicher anzutreten? Ja. Zum Geschenk für den Aufstieg bekamen die besten Spieler der Reserve einen Bundesligaeinsatz gegen Jülich geschenkt.

Ohne Aufgabe

Der TTC nahm diese Aktion der Velberter mit Humor. Jülichs scheidender Cheftrainer Johannes Dimmig, der ab der kommenden Saison als Verbandstrainer beim WTTV fungiert, erzählte: „Das Spiel hatte natürlich null Spannung. Ich hätte mir eine interessante, spannende Partie zum Abschied gewünscht. Aber so, wie es war, war es auch okay. Ich saß quasi ohne Aufgabe an der Bande. Die Saison war insgesamt sehr erfolgreich und ich bin froh, dass ich diese große Mannschaft in meinem letzten Jahr in Jülich begleiten konnte. Ich wünsche dem TTC alles Gute und werde dem Verein verbunden bleiben!“

Auch Indelands Spitzenspieler Janos Szöcs, der in Velbert einen Satz an Lucas Erhard verschenkte, sprach zum Abschied sehr positiv über seine Zeit in Jülich und beim TTC: „Es war für mich und die Mannschaft eine phantastische Saison. Ich habe viele Freunde in Jülich gefunden und wäre auch sehr gerne hier geblieben, aber mein Wunsch, erste Bundesliga zu spielen, ist größer.“

Dmytrc Pysar, der in der vergangenen Spielzeit viele Probleme wegen den Unruhen in seinem Heimatland Ukraine hatte, spielte zum Abschied souverän. Yoshihiro Ozawa gab schließlich einen weiteren Satz ab und sorgte dennoch nie gefährdet für den Schlusspunkt nach weniger als 60 Minuten Spielzeit.

TTC-Boss Arnold Beginn sagte zum Saisonausklang: „In Jülich geht eine Ära zu Ende. Wir haben heute eine große Mannschaft verabschiedet. Ich möchte Johannes Dimmig für die großartige Arbeit danken, die er in den vergangenen acht Jahren in Jülich geleistet hat und wünsche ihm viel Glück auf seinem weiteren Weg.“

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