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Beim Behördenball wird ab sofort abgezählt

Von: Kr.
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Vor dem Eingang der Jülicher
Vor dem Eingang der Jülicher Stadthalle wird es sich an Weiberfastnacht zeitweise „knubbeln”, denn die Veranstalter zählen ab. Mehr als 670 Gäste dürfen nicht gleichzeitig in die Halle. Foto: Uerlings

Jülich. Sicherheitsvorschriften verschärft: Mehr als 670 Gäste dürfen sich bei der beliebten Veranstaltung an Weiberfastnacht nicht gleichzeitig in der Stadthalle aufhalten. Kein Vorverkauf: Tickets gibt es nur an der Tageskasse.

Das Unglück bei der Loveparade in Duisburg hat bekanntermaßen und sicher auch berechtigterweise dafür gesorgt, dass sich die Sicherheitsanforderungen bei Großveranstaltungen spürbar verändern. Sie sind in der ganzen Republik verschärft worden. Dafür haben natürlich auch die Vereine in Jülich und Umgebung Sorge zu tragen.

Betroffen von den umfassenden Maßnahmen ist auch der beliebte Industrie- und Behördenball am Altweibertag (16. Februar), den die vier großen Jülicher Karnevalsgesellschaften Rursternchen, Rurblümchen und Ulk sowie die Historische Gesellschaft Lazarus Stromanus seit vielen Jahren in der Jülicher Stadthalle ausrichten. Die neuen Richtlinien geben vor, dass sich lediglich 670 Personen in der Stadthalle aufhalten dürfen.

Die Organisatoren müssen das überwachen und bitten die Gäste heute schon um Verständnis, wenn sie einige Zeit vor der Tür auf ihren Einlass warten müssen. Regelmäßig in halbstündigen Abständen muss an der Kasse anhand der verkauften Eintrittskarten geprüft werden, wie viele Menschen sich im Inneren aufhalten. Gezählt werden auch all jene, die die Stadthalle wieder verlassen - und entsprechend werden neue Feierwillige eingelassen.

Das diene, so betonen die Verantwortlichen, einzig der Sicherheit der Gäste. Deshalb ist allerdings auch kein Vorverkauf für den so beliebten Ball möglich. Tickets zum Preis von 10 Euro gibts nur an der Tageskasse mit sofortigem Einlass. Spontan Entschlossenen wird das sehr entgegen kommen.

Bisher war es üblich, dass reihum eine der Gesellschaften die Verantwortung und Organisation übernahm, doch bei dem gestiegenen Arbeitsaufwand hat sich das Quintett entschlossen, nun in allen Belangen gemeinsam unter der Federführung von Renate Brandt, Vorsitzende der Rursternchen, zu agieren.

Mehrmals haben sich die Verantwortlichen schon getroffen, um alles daran zu setzen diese Veranstaltung wieder er zu einem Erfolg zu verhelfen und damit ein Stück Brauchtum zu erhalten.

Darüber hinaus muss sich jeder Gast, der die Veranstaltung verlässt, darüber im Klaren sein, dass seine Eintrittskarte ihre Gültigkeit wieder verliert. Damit sich die Gäste dennoch wohlfühlen und zwischenzeitlich stärken können, wird es einen Imbissbereich auf dem Schulhof der Schirmerstraße geben.

Auch ansonsten haben die vereinigten Karnevalisten nach eigenem Bekunden alles getan, um den Jülicher Jecken unvergessliche Stunden zu bereiten. Ab 11 Uhr steigt die Party.

Ein DJ-Team wird fortwährend mit der entsprechenden Musik für gute Laune sorgen, und darüber hinaus gibt es Live-Musik mit der beliebten und bekannten Coverband „Pearls & Pigs”. Ein Catering-Team steht für die Bewirtung bereit, Securitiy und Sanitäter sind bereits engagiert.

50 Helfer von Seiten der Jülicher Gesellschaften sind an Altweiber ebenfalls im Einsatz.

Renate Brandt, Vorsitzende der KG Rursternchen, die in diesem Jahr federführend für die Ausrichtung des Festes zeichnet, ist sich sicher, nun alles zur Sicherheit der Partygäste getan zu haben: „Trotz der hohen Auflagen wollen wir unseren Besuchern etwas bieten und damit das Brauchtum hochhalten.”

Gemeinsam mit ihren Mitstreitern appelliert sie an alle Karnevalsfreunde in der Herzogstadt und Umgebung, durch ihr Kommen auch weiterhin die Tradition des Behördenballs am Leben zu halten, denn die Änderungen dienen einzig und alleine der Sicherheit der Besucher.
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