Bei Pirates-Probe in Jülich fliegen die Fetzen

Von: ptj
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Hopkins soll Piraten aus dem Publikum rekrutieren, Magdalena Ashton hält ihn schließlich davon ab. Foto: Jagodzinska
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Die Nordbastion explodiert – im Open-Air-Action-Theaterstück... Foto: Jagodzinska

Jülich. Wilde Gefechte zwischen der „verwunschenen Crew“ des verfluchten „Black Semore“ und den Getreuen des Piratenkapitäns Joshua Flint auf der „Isla del la Muerta“ (Insel des Todes) erschütterten die Nordbastion des Brückenkopf-Parks Jülich.

Doch nicht nur das. Vermeintliche Leichen erhoben sich wieder und griffen zum Schwert, andere wurden verhext. Ein sprechendes Skelett hatte den rettenden Plan, doch zuvor geriet ein britischer Matrose in Brand, Kanonen donnerten, und schließlich explodierte die gesamte Nordbastion. Einige Zuschauer folgten der Generalprobe des Open-Air-Action-Theaterstücks „Das Wasser des Alchemisten“, Höhepunkt des mehrtägigen Piratenspektakels am kommenden Wochenende.

Es ist aber nur ein Bestandteil des großen Events vom 29. bis 31. August mit Piratenmarkt, Captain‘s Dinner und einer eingebetteten Lesung der Jülicher „Bühne 80“ auf der Hauptbühne samt Orchester („Die Schatzinsel“) am Freitagabend. Die Generalprobe für das Action Theater hätte vermutlich bei konstanterer Witterung deutlich mehr Gäste gelockt – gelohnt hätte es sich allemal, denn es „flogen die Fetzen“.

„Alles, was jetzt hier in die Luft fliegt, fliegt in diesem Jahr das erste Mal in die Luft. Wie haben professionelle Pyrotechniker und Stuntmen. Die sind so gut, dass sie ständig weggebucht werden.“ Mit diesen Worten wurden die Gäste wiederholt auf den Charakter der Generalprobe verwiesen und gebeten, keineswegs die Sicherheitsabsperrungen zu passieren. Und Kindern wurde geraten, nichts nachzuahmen, was geschulte Fechter und ausgebildete Stuntmen demonstrierten.

Wie der Titel „Das Wasser des Alchemisten“ bereits verrät, geht es um einen großen Schatz, nämlich das „Wasser des Alchemisten“, das jeden berührten Gegenstand in pures Gold verwandelt. Wird es getrunken, erfüllt sich ein Wunsch. Solch ein Schatz lockt im Jahr 1702 Piraten auf die Insel, wo „Black Semore“ und seine Crew der Untoten herrscht. Gleichzeitig gebietet in der Hafenstadt des britischen Empires Saint John die Gouverneurin Elisabeth Ashton mit eiserner Hand. In einem ihrer Kerker sitzt Captain Josua Flint, gemeinsam mit der Piratin Bones, die allerdings zum Skelett mutiert ist. Zuvor war es ihr jedoch gelungen, die drei zur Bergung des Schatzes notwendigen Dinge in einer Schatzkiste auf der Insel zu verstecken.

Trotz schwerer Rückschläge gelingt Captain Flint mit seiner Crew auf die Insel. Im zur Seite steht Bones, Wächter Hopkins, Magdalena Ashton, die gutherzige Tochter der bösen Gouverneurin und Label, die „Hexe des weißen Lichts“. Die einstündige Handlung bleibt spannend und findet ein gutes Ende, das darf verraten werden. Mit dabei sind auch die „Horses of Pirates“, die edlen Rappen der Piraten.

Pyrotechniker Sven Kühn ist wieder für jeden gezündeten Funken verantwortlich. „Wenn ihr denkt, dass wir schon alles Pulver verschossen haben: Wir haben noch Joker in der Tasche“, versprechen die Pirates. Unter anderem werden beim Piratenspektakel noch weitere acht bis zehn Fechter ihre Klingen schwingen.

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