Jülicher Land - Bauhof denkt schon jetzt an den Frühling

Bauhof denkt schon jetzt an den Frühling

Von: hfs.
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Aus Sicherheitsgründen muss der Baum gefällt werden. Mit dem gebührenden Abstand verfolgt Michael Kremer (r.) vom Jülicher Bauhof den Sägeschnitt seines Kollegen Ralf Hölters. Foto: hfs.

Jülicher Land. Noch liegt im Jülicher Land eine Schneedecke. Mehr oder weniger bedeckt sie auch Bäume, Sträucher oder auch Hecken, was das Gehölz aber nicht vor einer Motorsäge oder der Heckenschere schützt, die von Mitarbeitern der kommunalen Bauhöfe bedient werden.

„Achtung, Baum fällt.” Laut schallt die Stimme von Ralf Hölters über das Areal des Neuen Rathauses in Jülich. Wenige Sekunden später kracht ein Baum hernieder.

Kaum liegt der Stamm auf dem Boden, beginnen Hölters und zwei seiner Kollegen damit, ihn fachmännisch handliche Stücke zu zerlegen. Wenn es um solche Arbeiten geht, ist Hölters der Fachmann, sagt sein Chef, Markus Danz, Leiter des Jülicher Bauhofes. „Er hat eine hochqualifizierte Ausbildung”, vertraut Danz seinem Vorarbeiter, auch bei Schnee und Eiseskälte sicher eine Motorsäge zu führen.

Gegen Kälte gewappnet

Ist es zumutbar, bei diesem Wetter, bei tiefen Minustemperaturen, Fällarbeiten und Gehölzschnitte vorzunehmen? „Ja, gegen die Kälte sind wir bestens gekleidet. Auf jeden Fall ist dieses Wetter besser, als im Regen zu arbeiten.” Hölters bekommt zustimmendes Nicken von den Kollegen. „Wenn jetzt der Herr Bürgermeister noch mit einem heißen Tee runterkommen würde, ja dann wären wir rundum zufrieden.”

Die Arbeiter des Bauhofes sind im Innenhof der Jülicher Stadtverwaltung zum Scherzen aufgelegt, die winterliche Stimmung drückt nicht aufs Gemüt. Im Gegenteil: Dass der Jülicher Bauhof jetzt mit dem „Frühjahrschnitt” beginnt, hat einen einfachen Grund. „Bis zum 1. März müssen wir damit fertig sein, so sitzt uns die Zeit im Nacken”, weist Markus Danz auf den Stichtag hin, den das Landschaftsschutzgesetz hinsichtlich der beginnenden Vogel-Brutzeit vorgibt.

Verkehsrsicherungspflicht

Natürlich stehen in diesen Tagen zuerst vorrangig die Verkehrssicherungspflichten oben an: Wege müssen geräumt, Straßen abgestreut werden. „Aber wenn wir eine Kolonne entbehren können, wird der Baumschnitt durchgeführt.”

So wie der Jülicher Bauhofleiter Markus Danz seine Leute an Hecken und Bäumen arbeiten lässt, wird es auch beim Bauhof der Gemeinde Titz gehandhabt. „Zuerst die Räum- und Streupflichten, dann die Baum-und Heckenschnitte”, sagt Bürgermeister Josef Nüßer. Alles stehe unter dem Gesichtspunkt des Unfallrisikos. „Die Arbeiten werden natürlich nicht durchgeführt, wenn es das Wetter nicht zulässt.”

Der Leiter des Bauhofes Aldenhoven, Leo Karduck, hat keine Wahl: „Wir konzentrieren uns zur Zeit nur auf den Winterdienst. Für Heckenschnitt haben wir noch keine Zeit.” Frühestens in der kommenden Woche, so Karduck, sei daran zu denken. „Aber nur dann, wenn das Wetter besser wird.”

Dass angesichts der eisigen Temperaturen Obstbäume nicht geschnitten und auch keine Veredlungsschnitte angebracht werden, betonen Danz und Nüßer gleichermaßen mit Nachdruck. Dafür dürfen die Männer von den Bauhöfen auch noch nach dem 1. März Hand anlegen.
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