Jülich - Baugenossen feiern 111-jähriges Bestehen

Baugenossen feiern 111-jähriges Bestehen

Von: ptj
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111-jähriges Jubiläum der W

111-jähriges Jubiläum der Woge: Da schunkeln die Baugenossen. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Angesichts der 111 Jahre Genossenschaft - fast am 11.11.11 - lag es nahe, unser Programm typisch rheinisch zu gestalten.” Mit diesen Worten führte Reinhard Steiner, Geschäftsführer der jubilierenden Wohnungsbaugenossenschaft (Woge) Jülich, die 489 geladenen Gäste in der Stadthalle ins jecke Programm ein.

„Es war uns wichtig, ein Fest nur für unsere Mitglieder zu gestalten - und haben daher auf zahlreiche Ehrengäste und Festreden bewusst verzichtet”, wie Steiner betonte. Die Genossenschaft lebe von ihren Mitgliedern, die ihr die Treue hielten. Ihre Erfolgsgeschichte basiere auf den drei wichtigen Säulen „Zusammenkunft, Zusammenhalt und Zusammenarbeit”.

Zuvor hatte Aufsichtsratsvorsitzender Franz-Arnold Jansen die jahrzehntelange Geschichte der Genossenschaft umfassend dargestellt. Beginnend im Gründungsjahr 1900 als Gemeinnütziger Bauverein im Deutschen Kaiserreich, als es noch kein Wahlrecht für Frauen gab und in Friedrichshafen der erste Zeppelin startete. Die beiden „furchtbaren Weltkriege” vergaß er einen Tag nach der Gedenkveranstaltung der völligen Zerstörung Jülichs nicht zu erwähnen. Jansen resümierte: „Trotz aller Widrigkeiten, davon gab es weiß Gott mehr als genug, haben die Mitglieder des Bauvereins niemals aufgegeben. Sie haben sich aufgeopfert, sie waren ihren Grundsätzen treu. Sie haben die großen Brocken, die im Weg lagen, weggeräumt, sie haben sich ihren Optimismus nie nehmen lassen”.

Besonders dankte der Aufsichtsratsvorsitzende seinem Vorgänger Joseph Krott, der die Lebensgrundlagen „Fairness und Dankbarkeit” stets verkörpert habe. Will heißen: „Maßstäbe, die man für sich selbst setzt, muss man auch für die Geschäftspartner gelten lassen”. Anerkennung äußerte Jansen auch gegenüber den Vorstandsmitgliedern Reinhard Steiner, Helmut Lohn und Franz-Peter Sußmann.

Stolz äußerte sich der Kopf der Woge darüber, dass diese „wirtschaftlich kerngesund und bestens aufgestellt” sei. „Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, die Woge packt kräftig an und handelt”, lauteten die letzten Zeilen seines Jubiläumsreims, mit dem der Aufsichtsratsvorsitzende zudem sein Talent als Dichter unter Beweise stellte.

Nach nur zwei Reden, italienischen Antipasti und Wein zu den Klängen der Musikkapelle „Loss jonn” begann für die Woge-Mitglieder ein hochkarätiges Karnevalsprogramm. Dieses hatte Sußmann als Literat der Jülicher KG Herzogstädter „mit großer Leidenschaft” zusammengestellt: Das Kölner Kulttrio „Die 3 Colonias” sorgte mit Gesang und humorvoller Parodie für Stimmung. Bauchreder Klaus Ruprecht begeisterte als „Klaus und Willi”. Karnevalssänger Wicky Junggeburth sang „immer wieder neue Lieder”.

Die „Kallas von Köln” alias Renate Fuchs verzauberte ihr Publikum wie gewohnt temperamentvoll mit einer Prise Komik. Als „ne Hausmann” in der Bütt strapazierte Jürgen Beckers die Lachmuskeln. Ein Höchstmaß an Stimmung und Schwung brachte die 33-köpfige Tanzgruppe „Kölsch Hänneschen” auf die Bühnenbretter, in ihren Kostümierungen als Tünnes, Speimanes, Duuve Griet und vielen kölschen Originalen mehr. Die geladenen Mitglieder, die schon vor dem ersten Auftritt zu Schunkeln begannen, hatten merklich Spaß.
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