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Baseball-Klub Jülich Dukes gewinnt bei „Fair für die Region“

Von: Heribert Förster
Letzte Aktualisierung:
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Der erste Gewinner bei unserem neuen Fairness-Wettbewerb: Die erste Mannschaft der Jülich Dukes, die in der Verbandsliga spielt. Foto: Günther Krol

Jülich. Es gibt den Hitter und den Pitcher, Strikes und Balls. Es gibt den Base Hit, das Force Out und das Double Play, einen Steal und die Baserunner. Baseball ist für den Laien nicht gerade ein leicht verständliches Spiel, und vielleicht auch deshalb fristet eine der amerikanischsten Sportarten überhaupt hierzulande eher ein Mauerblümchendasein.

Die Jülich Dukes treten nun ein bisschen aus dem Schatten heraus, denn die Mannschaft mit ihrer zwar veralteten, aber wunderschön gelegenen Platzanlage in der Nähe des Barmener Sees ist der erste Gewinner unseres neu ins Leben gerufen Fairness-Wettbewerbs.

Neben der Ehre gibt es auch 100 Euro für die Jugendabteilung des Klubs um den Vorsitzenden Dr. Stefan Rauschen, die von unserem Partner EWV, die Energie- und Wasser-Versorgung GmbH, ausgelobt wird.

Was hat die Jülich Dukes zum Preisträger werden lassen? Es war im Spiel gegen Marl, als zwei Gästespieler so sehr auf den Ball fixiert waren, dass sie ihren Mitspieler nicht sahen und böse zusammenstießen.

Da aber die Umpire (Schiedsrichter) in solch einer Situation das Spiel erst unterbrechen dürfen, wenn der Spielzug beendet ist, hätten die Jülicher bequem weiterlaufen und wichtige Punkte erzielen können. Doch sie taten dies nicht, warteten geduldig da-rauf, bis die Marler den Ball ins Infield brachten und die Schiedsrichter das Spiel endlich unterbrechen konnten.

Die Dukes verloren am Ende das Spiel, das sie vielleicht gewonnen hätten. Sie steigen vielleicht ab, weil sie dieses Spiel nicht gewonnen haben: Aber weiterzuspielen kam für das Team von Trainer Pascal Caspers nicht in Frage. „Fair geht immer vor“ sagen alle Jülicher, und schon in den Jugendmannschaften wird Rücksichtnahme auf Gegenspieler gepredigt. „Der Fairnessgedanke ist schon bei den Kindern ganz wichtig“, sagen Caspers und seine Mutter Marion, die „ihre“ Dukes für unseren Wettbewerb vorgeschlagen hatte.

Seit 20 Jahren existieren die Dukes, und als Ende August dieses Jubiläum gefeiert wurde, prangte auf den T-Shirts der Mitglieder der Satz „We are Family“. Und das ist nicht einfach so aufgedruckt worden, es spiegelt das Motto des knapp 100 Mitglieder großen Vereins wieder, der für die Zukunft auf einen neuen Platz hofft. Denn so schön gelegen die Anlage an der Seestraße auch ist, sie ist nicht mehr ligatauglich.

Auch die Marl Sly Dogs wussten genau, wie großartig die Geste der Dukes waren. Auf ihrer Internetseite bedanken sie sich mit den Worten: „Wir danken den Jülich Dukes, die sich als herausragende Gastgeber präsentiert haben. Ihre Einstellung zum Spiel ist mindestens bundesligatauglich. Daher hoffen wir, dass schnell eine Lösung für das Platzproblem gefunden wird und dieser Verein noch lange ein solch gutes Vorbild für andere sein kann.“

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