Baseball: Kein Platz für die Jülicher Dukes?

Von: Antonius Wolters
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Jülich. Als die Suche nach einer neuen Platzanlage für die Jülich Dukes im zuständigen Fachausschuss thematisiert wurde, war der Zuspruch der Fraktionen durchweg positiv. Auch Dezernentin Katarina Esser, in deren Ressort die Sportplatzfragen fallen, äußerte sich sehr positiv über die Baseballer und vorsichtig optimistisch, dass in der Platzfrage eine Lösung erreicht werden kann.

An der Einschätzung der Arbeit des Vereins hat sich seither nichts geändert, nur die gewünschte Lösung ist wohl in weite Ferne gerückt. Die derzeit einzige Fläche, die für einen neuen Platz geeignet wäre, befindet sich am Brückenkopf-Park und in Privatbesitz. Derzeit ist sie an Landwirte verpachtet. Als die Dukes Kontakt zu den vier Eigentümern aufnahmen, wurde ihnen ein Kauf angeboten. Alternativ sei auch ein Grundstückstausch möglich, da der Boden in der Ruraue nicht der fruchtbarste ist. Da die Stadt im Gegensatz zum Baseball-Verein über eigene Ländereien verfügt bzw. Kontakte zur Indeland GmbH und RWE Power hat, hätte sich Rolf Greven, der zur Findungsgruppe der Dukes gehört, hier ein stärkeres Engagement seitens der Stadtverwaltung gewünscht.

Beigeordneter Martin Schulz, der die Bemühungen der Baseballer von planungsrechtlicher Seite her begleitet, hat großes Verständnis für das Anliegen des Vereins, der an seinem derzeitigen Standort an der Seestraße in Barmen keinerlei Entwicklungsmöglichkeiten hat, da der dortige Platz an Naturschutzgebiet grenzt, wo sich der Biber tummelt und der gelegentlich überschwemmt wird. Das ursprünglich fürs Jugendgästehaus geplante Gelände am Park, wo auch schon einmal ein Golfplatz entstehen sollte, findet offenbar für eine Nutzung als Baseballplatz keine Gnade bei der Bezirksregierung, die ihre Ablehnung noch schriftlich ausfertigen wird.

Ein Standort im Umfeld des Parks hätte den Vorteil, dass Umkleiden und sanitäre Einrichtungen im Karl-Knipprath-Stadion mitgenutzt werden könnten. Zudem strahlt eine weitere Sporteinrichtung auch auf Park und Jugendgästehaus aus, zumal Baseball in Jülich einen wahren Boom erlebt. „Fast bei jedem Training sind neue Interessenten da“, berichtet Rolf Greven, der zudem Anfragen aus dem Ausland nennt, in Jülich ein Baseballspiel zu absolvieren. Ausländische Spieler aus FH- und FZJ-Umfeld und viele junge Jülicher, die sich der Sportart widmen möchten, haben die Kapazitäten der Dukes an Grenzen geführt.

Gleichbehandlung eingefordert

„Wir verlangen für unseren Verein eine Gleichbehandlung. Kein anderer Jülicher Verein ist in den letzten Jahren so stark gewachsen wie die Dukes“, hat der Baseballclub nach der jüngsten Absage den Fraktionsvorsitzenden der im Rat vertretenen Parteien geschrieben. „Wir sind froh und stolz über die große Unterstützung aus der Politik“, hofft Rolf Greven aus der Findungsgruppe, dass eine Lösung für ihr Anliegen gefunden wird.

Geht‘s auch eine Nummer kleiner? Den Dukes ist schon bewusst, dass vier Hektar kein Pappenstiel sind. „Wir möchten es vernünftig machen“, verweist Greven auf Vorgaben des Verbandes, die Hinzunahme von Softball und die verdreifachte Mitgliederzahl. Bei einem günstig geschnittenen Grundstück würden vielleicht auch gut drei Hektar reichen. Nun ist wieder der Ausschuss am Zug.

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