Linnich - Bagger regieren in der Linnicher Innenstadt

Bagger regieren in der Linnicher Innenstadt

Von: Otto Jonel
Letzte Aktualisierung:
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Hier ist richtig Baustelle. Zwischen Glasmalerei-Museum und Altwyk wird die Rurstraße in Linnich platzähnlichen Charakter erhalten. Foto: Jonel

Linnich. „Wie Sie sehen, sehen Sie nichts.“ Mit einer positiven Negativmeldung eröffnete Linnichs Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker (SPD) eine kleine Wanderung über den Baustellenbereich, der die Linnicher Innenstadt beherrscht.

 Die Ortsbesichtigung diente als Einstimmung zur nachfolgenden Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt im weihnachtlich-heimeligen Rathaussaal.

Das gelobte Nichts war im Übrigen der Ausblick auf das zwischenzeitlich komplett abgerissene Schützenhaus auf dem Place de Lesquin. An dessen Stelle wird die Integrations- und Begegnungsstätte errichtet. Die planrechtlichen Hausaufgaben sind gemacht. Zurzeit ist das Ausschreibungsportal geöffnet. Wie die Bürgermeisterin erklärte, haben auch schon etliche Interessenten darauf zugegriffen. Planmäßig soll die Auftragsvergabe Anfang Januar 2018 erfolgen.

Auch an anderer Stelle des Place de Lesquin tut sich was. Das Grundstück, auf dem die ehemalige Stadthalle stand, ist verkauft. Der Investor, der dort ein Geschäfts-/Wohnhaus errichten möchte, habe die Absicht, „so schnell wie möglich“ zu bauen. Die Stadt wolle versuchen, die infrastrukturellen Voraussetzungen (Erschließungsstraße, Versorgungsleitungen etc.) zu schaffen.

So weit gediehen sind die Pläne zum Inklusionshotel, ursprünglich ein Kernstück der Platzneuplanung, nicht. Nachdem der ursprüngliche Investor abgesprungen war, hatte sich die Bürgermeisterin im Oktober auf der Expo Real, der Immobilienmesse in München, nach eventuellen Interessenten umgesehen. Es seien tatsächlich Kontakte geknüpft worden, sagte sie auf Nachfrage. Konkrete Planungen gebe es allerdings noch nicht.

Einschränkungen gering halten

Eine richtige Baustelle ist derzeit der Bereich Rurstraße zwischen Glasmalerei-Museum und Einmündung Altwyk. Dort wird die Straße im Endausbau platzähnlich aufgeweitet werden. Die Baufirma sei bemüht, die Einschränkungen der Anrainer möglichst gering zu halten. Erklärtes Ziel ist, die Kompletterneuerung dieses Straßenbereichs möglichst schnell umzusetzen. So werde die Firma – entsprechendes Wetter vorausgesetzt – keine verlängerte Weihnachts- oder Winterpause einlegen.

Während die Arbeiten auf der Rur-straße ihren Lauf nehmen, ist die Verwaltung gedanklich schon ein gutes Stück weiter „tätig“. Vom Ausschuss wurde am Dienstag einstimmig das Antragspaket der Maßnahmen im kommenden Jahr geschnürt, zu denen die Stadt Mittel aus der Städtebauförderung des Landes erwartet. Das wäre zu einen die Sanierung der Heinrich-Weitz-Brücke (Rurbrücke bei SIG Combibloc). Die zuwendungsfähigen Gesamtkosten schlagen mit 302.400 Euro zu Buche.

Die zweite Großmaßnahme ist die Ertüchtigung des Bendenwegs zwischen Mäusgasse und Wendehammer. Hier wurden als förderfähige Kosten 275.175 Euro in den Gesamtetat eingestellt.

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