Jülich/Düren - Autofahrer ganz jeck auf das JÜL-Kennzeichen

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Autofahrer ganz jeck auf das JÜL-Kennzeichen

Von: ahw
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Elektrisiert von der Möglichk
Elektrisiert von der Möglichkeit, sich ein JÜL-Kennzeichen zu reservieren, ließen Interessenten am Dienstagmorgen den Server im Kreishaus in die Knie gehen. Foto: hfs

Jülich/Düren. Die Initiative von Landrat Wolfgang Spelthahn, bereits vor einer endgültigen gesetzlichen Regelung den Bürgern im Kreis Düren die Gelegenheit zu geben, sich ein Wunschkennzeichen zu reservieren, das wie zu Zeiten des Kreises Jülich mit JÜL beginnt, ist ein echter Volltreffer.

„Der Andrang zu Beginn war beträchtlich”, stapelte Kreissprecher Josef Kreutzer am Dienstag auf Anfrage unserer Zeitung eher tief, denn bereits in den ersten 90 Minuten sind rund 500 Reservierungen von Wunschkennzeichen erfolgt.

Der Ansturm, vor allem am Vormittag, war dabei so groß, dass kurz nach 8 Uhr, als die Internetadresse freigeschaltet worden war, der Server in die Knie ging und das Kreishaus via Internet kurzzeitig nicht mehr zu erreichen war. Das bekam unter anderem Klaus Dolfus aus Jülich zu spüren, der ebenfalls jeck auf das gewünschte Kennzeichen (JÜL - KD 750) ist. Nachdem er im Internet gescheitert war, kam er bei der ebenfalls um 8 Uhr eröffneten und mit vier Mitarbeitern besetzten Hotline des Straßenverkehrsamtes doch noch zum Zuge, die bis zum Dienstschluss um 15 Uhr insgesamt 657 Reservierungen manuell eingegeben haben.

Bis zu 35 Reservierungen pro Minute seien in der Spitze online registriert worden, berichtet Kreissprecher Kreutzer weiter, der als letzten „Wasserstand” 3190 Wunschkennzeichen bis 15.30 Uhr vermeldete. Davon sei ein Großteil der Nachfragen aus dem Dürener Nordkreis erfolgt, von denen bis 15 Uhr allein 1450 Interessenten aus Jülich reserviert hatten.

Doch nach einer ersten Auswertung des Kreises gibt es auch etliche Bürger aus Kommunen im Südkreis, die JÜL im Herzen tragen: Aus Heimbach, Hürtgenwald, Nideggen und Kreuzau gelangten jedenfalls auf elektronischem Weg Reservierungswünsche in die Kreisstadt.

Der kaum für möglich gehaltene Ansturm auf das offenbar heiß begehrte JÜL-Kennzeichen dürfte viele Gründe haben: Da ist die Verbundenheit mit der Herzogstadt und dem Jülicher Land, die künftig auch per Autokennzeichen dokumentiert werden kann. Andere sind ihrem bisherigen DN-Kennzeichen einfach überdrüssig. Klaus Dolfus bewegten am Dienstag gar nostalgische Gefühle und Erinnerungen an sein erstes Moped und den ersten Wagen, der auch noch ein JÜL-Kennzeichen trug.

Zu den Gewinnern zählen neben Nostalgikern und Lokalpatrioten auf jeden Fall der Kreis Düren, der sich einer Gebührenmehreinnahme in sechsstelliger Höhe bei vollzogenem Kennzeichen-Tausch sicher sein darf, sowie die Schildermacher, denen die „JÜLomanie” ein prägendes Extrageschäft beschert.
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