Ausstellung „Werkzeuge“: Jülicher Künstler stellt im Hexenturm aus

Von: Mira Otto
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Seine Werke erzählen die Geschichten, die normalerweise nicht gehört werden. Markus Meyer (2. von rechts) stellt im Hexenturm seine Kunst aus. Foto: Mira Otto

Jülich. Es ist die letzte Kunstausstellung im Hexenturm für dieses Jahr. Der in Jülich geborene Künstler Markus Meyer zeigt unter dem Titel „Werkzeuge“ Ölbilder und Objekte. Besucher sind entzückt.

„Was freu´ ich mich“, äußerte sich Kirsten Müller-Lehnen, die Vorsitzende des Kunstvereins Jülich, über die gut besuchte Eröffnung der Ausstellung. „Ich versuche, durch meine Werke den Besuchern zeitgenössische Geschichten und Denkweisen zu vermitteln und näher zu bringen“, erklärte Meyer zu seinen Werken. Oft stelle er Menschen dar, die für etwas kämpfen und ihre Sache nicht aufgeben.

„Er ist ein Protestler“, bekundete sein guter Freund Gundolf Roy, der ihn bereits seit 15 Jahren begleitet. Ein Bild fällt besonders ins Auge. „Es zeigt zwei Jungen in Afghanistan, die Mohn für die Opiumherstellung pflücken“, sagte Meyer und deutete auf die Illustration. Für ihn sei es grausig, dass besonders Kinder für die Drogenherstellung arbeiten und somit ausgebeutet werden.

Eine andere Darstellung präsentiert die Bürgerrechtlerin Tep Vanny aus Kambodscha, die sich auf einer Demonstration befindet, um gegen Enteignungen, die derzeitig in ihrem Land stattfinden, zu kämpfen . „In ihrem Tun ist sie leider relativ erfolglos“, bedauerte Meyer. Bis zu zwei Jahre braucht der Künstler, um ein Werk fertig zu stellen. Dazu berichtete er: „Ich fange immer mit dem Hintergrund an und füge dann Schicht für Schicht hinzu. Es ist ein Prozess, bei dem ich versuche, einen Moment aus der Geschichte herauszugreifen und auf das Medium Leinwand projizieren.“ Bei der Produktion seien seine Hände die Werkzeuge, daher auch der Titel der Ausstellung.

Bis zum Sonntag, dem 16. November kann die Ausstellung jeweils am Samstag und Sonntag von 11 bis 17 Uhr besucht werden. Der letzte Tag der Ausstellung wird mit Musik begleitet. „Ich freue mich am Sonntag, 9. November, eine Führung durch den Hexentrum zu machen“, bekundete Markus Meyer, der Künstler der Ausstellung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei.

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