Gevenich - Auf Einspruch verzichtet: Fairplay-Preis für junge Fußballerinnen

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Auf Einspruch verzichtet: Fairplay-Preis für junge Fußballerinnen

Von: Simone Dolfus
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Günter Roland (3.v.r.) und die beiden Spielführerinnen der SG Gevenich/Körrenzig Patricia Tusch und Anna Roland (mit Ball) nahmen stellvertretend für das gesamte B-Juniorinnenteam den Fair-Play-Preis entgegen. Foto: Dolfus

Gevenich. „Es ist wichtig, offensiv dafür zu werben, dass man sich im Sport fair verhält“, leitete Hans-Christian Olpen, Vizepräsident des Fußballverbandes Mittelrhein, die Ehrung der B-Juniorinnen der SG Gevenich/Körrenzig mit dem „Fair Play des Monats“ ein.

Olpen war gemeinsam mit dem Dürener Kreisvorsitzenden Manfred Schultze und dem Wolfgang Dembsky, Vorsitzender des Kreisjugendausschusses, ins Gevenicher Sportheim gekommen, um Jugendleiter und B-Juniorinnen-Trainer Günter Roland, stellvertretend für seine ganze Mannschaft, die entsprechende Urkunde zu überreichen.

Zusätzlich gab es „Fair Play“-T-Shirts und Ballspenden für die Preisträger und auch für die Verantwortlichen des V.f.V.u.J Winden, welche dem Fußballverband Meldung über die faire Geste der SG Gevenich/Körrenzig erstattet hatten. Denn die SG hatte nach dem 0:2 verloren gegangenen Kreispokalendspiel auf einen Einspruch und den Pokalsieg „am grünen Tisch“ verzichtet, als Günter Roland zufällig aufgefallen war, dass die Windenerinnen eine Spielerin eingesetzt hatten, die nicht spielberechtigt war. „Das war ganz bestimmt keine Absicht“, meinten Oliver Heinzelmann, Trainer, und Petra Amann, Betreuerin des V.f.V.u.J. Winden unisono bei der Preisverleihung.

Sie hätten ihrer Mannschaft dadurch auch nur schwerlich einen Vorteil verschafft: Das Mädchen des Jahrgangs 2001 spielt normalerweise nicht bei den B- sondern erst bei den D-Juniorinnen! Formal hätte Gevenich/Körrenzig zehn Tage Zeit gehabt, Einspruch gegen die Spielwertung einzulegen und aufgrund des Regelwerks in der Jugendspielordnung gewiss auch Recht bekommen. Doch Gevenich/Körrenzig verzichtete – nicht ohne einige Kontroversen im Verein und unter den Spielerinnen – auf den Protest. „Es ist halt schon eine Chance, so einen Pokal zu bekommen“, räumten die beiden Spielführerinnen von Gevenich/Körrenzig Patricia Tusch und Anna Roland ein.

Und auch Hans-Christian Olpen gab den Wert des Pokalverzichts zu bedenken: „Für einige ist es vielleicht das einzige Mal gewesen, dass sie in einem Endspiel gestanden haben.“ Er sprach von einer „schweren Entscheidung“, auf die man nun allerdings – auch in einigen Jahren noch – mit Stolz zurückblicken werde. „Einen Pokal, der derart ‚beschmutzt‘ ist, den wollen wir uns nicht ins Regal stellen“, resümierte Günter Roland, die letztlich vorherrschende Meinung im Verein.

Und bereits im Mai hat seine Mannschaft Gelegenheit zur sportlichen „Revanche“: Dann treffen Winden und Gevenich/Körrenzig in der Meisterschaft aufeinander.

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