Auf der Filmautobahn proben Rettungskräfte den Ernstfall

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Gefahrgut-Unfall an der Autobahn: Um sich auf möglichst viele Szenarien vorzubereiten, führte die Städteregion Aachen auf der Filmautobahn in Siersdorf eine Gefahrgutübung mit rund 200 Teilnehmern durch. Foto: Städteregion

Siersdorf. Wo ansonsten Erdogan Atalay und Tom Beck ihre Action-Szenen für die RTL-Serie „Alarm für Cobra 11“ abdrehen, wenn sie als Autobahn-Cops Semir Gerkhan und Ben Jäger auf Verbrecherjagd gehen, hat die Städteregion Aachen eine Großübung durchgeführt.

Simuliert wurde auf der Filmautobahn in Siersdorf ein „Gefahrgutunfall“ - ein Unfall mit einem mit Gefahrgut beladenen Lastwagen und einem vollbesetzten Reisebus.

Ziel dieser realistischen Großübung war es, die Zusammenarbeit der beteiligten Einsatzkräfte und Einheiten von Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz der Städteregion Aachen und der Euregio Maas-Rhein zu stärken und weiter aufeinander abzustimmen.

Ein Team simulierte einen Verkehrsunfall zwischen einem mit Gefahrgut beladenen Lkw und einen mit Personen besetzten Reisebus, in dessen Folge Gefahrstoffe austraten, Personen verletzten und gefährdeten. Auf diesen Extremfall galt es ruhig, besonnen, aber bestimmt und schnell zu handeln. „Ein solcher Unfall könnte die Städteregion jederzeit ereilen, gerade mit Blick auf die stark befahrenen Autobahnen. Umso wichtiger ist es, ein dieses Ereignis im Vorfeld durch Einsatzübungen vor einer äußerst realitätsnahen Kulisse zu trainieren, wie es bei der ‚Filmautobahn‘ der Fall ist“, sagte Kreisbrandmeister Bernd Hollands.

„Die exzellente gebiets- und auch grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Feuerwehr und insbesondere Rettungsdiensten ist seit vielen Jahren eine tragende Säule, sowohl bei der Bewältigung von größeren Einsatzereignissen, als auch von alltäglichen Einsätzen auf deutscher und niederländischer Seite“, so Marlis Cremer, Leiterin des städteregionalen Amtes für Rettungswesen und Bevölkerungsschutz.

Insgesamt rund 200 Einsatzkräfte, Helfer und Beteiligte – die meisten ehrenamtlich - waren bei hochsommerlichen Temperaturen in die rund fünfstündige Übung eingebunden.

Zu den Beobachtern des Einsatzes gehörten neben der zuständigen Amtsleiterin der StädteRegion Aachen, Marlis Cremer, und Kreisbrandmeister Bernd Hollands der ärztliche Leiter der Städteregion Aachen, Dr. Joachim Habers, sowie Brandamtsrat Theo Bröder als Vertreter der Bezirksregierung Köln. Zahlreiche Wehr- und Wachleiter der Feuerwehren aus der Städteregion verfolgten ebenfalls die spektakuläre Großübung.

Beim Abschlusstreffen würdigte Pierre Froesch, Ordnungsamtsleiter der Stadt Baesweiler, die guten Leistungen der Einsatzkräfte.

Herbert Dondorf, Vorsitzender des städteregionalen Ausschusses für Rettungswesen und Bevölkerungsschutz, sprach allen, überwiegend ehrenamtlichen, Mitwirkenden seinen Dank aus.

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