Ederen - Auf dem Ederener Wanderweg ins Steinzeithaus

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Auf dem Ederener Wanderweg ins Steinzeithaus

Von: Kr.
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Das Steinzeithaus in Ederen: J
Das Steinzeithaus in Ederen: Jetzt ist auch der 4,5 Kilometer lange Wanderweg rund um das Dorf fertiggestellt worden. Foto: Kròl

Ederen. Es ist mehr als nur ein Wanderweg rund ums Dorf, der da geschaffen wurde. Die „Ederener Runde” ist im Zusammenhang mit vielen anderen Aktivitäten zu sehen und hat bei der Dorfbevölkerung eindeutig das „Wir-Gefühl” gestärkt.

Gemeinsam wurde und wird in Zukunft viel bewegt werden. Jeder kann hier seine Ideen ganz zwanglos einbringen und mitreden. Neben den Aktivtäten ist ein wichtiger Bestandteil dieser Ederener Runde die monatlichen Treffen, zu denen sich neben dem harten Kern je nach Aktualität mal mehr mal weniger Bürger einfinden.

Doch alles was bisher getan wurde, wurde gemeinsam bewältigt und das ist das Wichtigste. Es begann 2009, als einige Bürger um Ortsvorsteher Norbert Reitinger beschlossen, die kleine Brücke „Am Brüchelchen” zu erneuern. Daraus entstand wiederum der Gedanke, einen Rundweg ums Dorf zu schaffen mit schönen Ausblicken und reichlich Ruhebänken.

Die bereits existierenden Wege waren zum Teil in einem schlechten Zustand. 2000 Tonnen Recyclingmaterial wurden bewegt, um sie aufzufüllen und auch bei schlechtem Wetter begehbar zu machen. Gelder gab es aus dem Konjunkturpaket II, von der Raiffeisenbank Aldenhoven sowie von zahlreichen Firmen und Privatpersonen. Die Ruhebänke wurden selbst gebaut, es wurden alte Pappeln gefällt und im Gegenzug neue Bäume gepflanzt. Dabei wurde Wert darauf gelegt, solche Bäume zu setzen, die in der Vergangenheit als „Baum des Jahres” von Naturschützern als besonders wertvoll angesehen wurden.

Im vergangenen Jahr bauten die Kinder während einer Ferienmaßnahme ein Steinzeithaus. Aus diesem Projekt heraus fand die „Dorfkonferenz” (wir berichteten) in Ederen statt. Damals wurden Arbeitskreise zu verschiedenen Themen gegründet, die vor Ideen nur so strotzen. Man nahm am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft „teil und erhielt 2011 einen Ehrenpreis. Gleich zwei Auszeichnungen gab es beim RWE-Klimawettbewerb 2011. Ein Ende dieses bürgerschaftlichen Engagements ist nicht in Sicht.

Doch nun hieß es erst einmal inne halten, um den 4,5 Kilometer langen Wanderweg rund ums Dorf erst einmal genießen. Am Brüchelchen versammelten sie sich mit ihren Freunden. Dort stand eine kleine Bühne, auf der den ganzen Tag über Live-Musik geboten wurde. Den Anfang machten die Merzbachmusikanten Ederen/Koslar, anschließend gab es irische Folkmusik, später Rock nRoll mit Johnny Sanders und zum guten Schluss mit Sunlane Limited Jazz und Dixie.

Doch zunächst einmal wurde es offiziell. Heinz Willi Spelthann, einer der treibenden Kräfte, hieß die zahlreichen Gäste willkommen und dankte all jenen die mit dazu beigetragen hatten eine wie er sagte „schräge Idee” zu verwirklichen. Anschließend forderte er die Gäste auf. „Wandern Sie, schauen Sie und genießen Sie”.

Der Linnicher Bürgermeister Wolfgang Witkopp sparte nicht mit Lob für so viel Eigeninitiative, und auch Ortsvorsteher Norbert Reitinger, der stets kräftig mit angepackt hatte, dankte noch einmal den fleißigen Helfern. Beeindruckt war auch Bankdirektior Ralf Schwermann von der Raiffeisenbank Aldenhoven, der trotz Gipsfuß zu dieser Feier gekommen war.

Nicht ohne Grund hatte Spelthann die Gäste aufgefordert, den Rundweg zu gehen, denn an zahlreichen Stellen präsentierten sich Handwerker, Künstler und Geschäftsleute aus Ederen und Umgebung. Es gab eine Kunstwiese, es wurde im Steinzeithaus auf offenem Feuer gekocht, es gab eine Honigwiese, eine Landmaschinenausstellung und vieles mehr. Für alle, ob Jung und Alt wurde es ein vergnüglicher Tag . Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt.

Doch auch wenn es wieder ruhiger geworden ist, lohnt sich ein Spaziergang auf dem Rundweg. Er bietet vom Bruch bis zur Feldwirtschaft, Obstwiesen ganz unterschiedliche Naturräume.

Vom 90 Meter hohen Aussichtspunkt „Energieblick” hat man übrigens einen Blick auf nahezu alle regionalen Energieträger - von den Steinkohlehalden der ehemaligen Zechen, über den Braunkohlentagebau bis hin zu den Windenanlagen.
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