Auch vor Helene Fischer nicht haltgemacht

Von: brit
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Ganz schön schweißtreibend so ein Konzert: Start a Revolution heizten sich und ihrem Publikum ganz schön ein.

Jülich. Funk, Rock, Hip Hop oder vielleicht doch Rap? Bekahoona in einer Schublade unterzubringen– das ist zum Scheitern verurteilt. Die Aachener Band eröffnete mit ihrem ungewöhnlichen Stilmix den Konzertreigen im Jülicher Kulturbahnhof am Samstagabend.

Mit viel Elan, einem groovigen Bass und offensichtlicher Spielfreude übernahmen die Jungs von Bekahoona den undankbaren Anheizer-Job: „Und noch einmal, die Arme hoch und klaaaatschen!“ Gut gelaunt versuchte Sänger Timo Peters, das leider nicht allzu zahlreich erschienene Publikum zum Mitklatschen zu animieren – mit mehr oder weniger Erfolg. Sei‘s drum, Spaß hatten die Zuhörer gleichwohl, am Ende spendeten sie jedenfalls fleißig Beifall.

Nach Bekahoona durften Miss Resis, ebenfalls aus Aachen, die Bühne entern und die Zuschauer anschreien. Denn genau das gehört zum Programm, glaubt man der Vorankündigung. Mal auf Deutsch, mal auf Englisch, mal eigene Stücke, dann wieder gecovert, immer aber im eigenen Gewand – Miss Resis ist eine eigenwillige Dame mit Wiedererkennungswert. Sänger Klaus, alias „Die Axt Imwalde“, wirbelt über die Bühne und singt mit Inbrunst einen wilden Mix aus „Fireflies“ von Owl City, Songs aus eigener Feder und macht auch vor Helene Fischers „Atemlos“ keinen Halt. Dem Publikum gefiel es zum wiederholten Male, mit Nachdruck wurde gar eine Zugabe gefordert, für die jedoch leider keine Zeit mehr blieb.

Denn Miss Resis mussten die Bühne räumen für den Headliner des Abends: Diese Ehre gebührte Start a Revolution. Mit ihrem Cover des Gangnam Style-Songs haben sie bereits einige Furore gemacht, mehr als 180.000 Klicks bei YouTube eingeheimst und es sogar ins ZDF Sportstudio geschafft. Und nun stattete die Band Jülich einen Besuch ab. Waren schon Bekahoona und Miss Resis nicht wirklich leise, setzten die fünf Jungs um Sänger Patrick Portnicki noch einen drauf. Laut und heftig lockte der Mix aus Punk, Metal und einer Prise Pop auch die letzten Kuba-Besucher aus dem lauschigen Biergarten in die Kneipe des Bahnhofs.

Zwar blieb auch jetzt noch deutlich Platz für noch mehr Publikum, doch das tat der ohnehin schon guten Stimmung keinen Abbruch. Inspiriert von Bands wie Billy Talent oder Boysetsfire setzten Start a Revolution einen hörenswerten Schlusspunkt unter einen unterhaltsamen Konzertabend.

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