Weiler Langweiler - Auch Armut und Hunger sind Themen beim Erntedank

WirHier Freisteller

Auch Armut und Hunger sind Themen beim Erntedank

Von: gre
Letzte Aktualisierung:
weiler_ernte2sp
Früchte, Obst und Blumen: Die Landwirte hatten den Altar für die Festmesse geschmückt. Foto: Greven

Weiler Langweiler. Sie waren wiederum von weit her gekommen, die vielen Menschen, welche die große Maschinenhalle füllten, um den Erntedankgottesdienst gemeinsam mit Pfarrer Wilhelm Maqua und Pfarradministratior Alfred Bergrath zu feiern.

Wiederum hatten die Landwirte mit Blumen und Früchten einen prächtigen Altar hergerichtet, zu dem die Priester von den Messdienern und der St.-Matthäus-Schützenbruderschaft Pattern geleitet wurden.

Zeichen Gottes

Unterstützt wurden sie in der Messgestaltung durch den Niedermerzer Kirchenchor und die Bläsergruppe Kinzweiler. Zum Beginn des Gottesdienstes brachten Kinder die Erntegaben zum Altar. „Zeichen, die deutlich machen, dass wir nicht erfolgreiche Macher, sondern fröhliche Empfänger der Gaben Gottes sind”, sagte Margret Frings.

In seiner Predigt ergänzte Pfarrer Maqua dies: Gott habe den Menschen die Sinne geschenkt, um die Zeichen Gottes in der Welt wahrzunehmen und diese als Zeichen seiner Güte zu erkennen. Die Fürbitten trugen die beiden Landwirte Herbert Kockerols und Winfried Breuer vor.

Zum Abschluss dankten Wilhelm Maqua und Margret Frings allen, die an der Gestaltung des Gottesdienstes beteiligt waren. Der Begriff des Dankens sei eng verwandt mit dem des Denkens.

Margret Frings mahnte alle, beim Dank für die gute Ernte an die Tausenden zu denken, die täglich an den Folgen des Hungers sterben; beim Dank für den Arbeitsplatz an die zu denken, die täglich vor den Arbeitsämtern stehen. Die Kollekte war für die in Brasilien wirkenden Missionare des Ordens der Väter vom Heiligen Geist bestimmt, zu denen der vor einem Jahr verstorbene Pater Anton aus Niedermerz gehörte.

Das Schlusswort sprach diesmal Pfarrer Alfred Bergrath, der sich von dem Besuch des Gottesdienstes sehr beeindruckt zeigte. Dabei erinnerte er an die Situation der Landwirtschaft, der ein besonderer Dank gebühre für ihr Durchhalten in dieser Zeit des Preisverfalls für Milch und Ernteprodukte, ein Dank dafür, dass sie „trotz allem den Mut nicht verlieren.”

Mit flotter Musik der Blaskapelle, einer kräftigen Erbsensuppe, Kaffee und Kuchen sowie Kaltgetränken ging es nach dem Gottesdienst weiter. Lebhafte Beachtung fanden auch die auf dem Hof angebotenen Erzeugnisse aus Feld und Garten sowie die floristischen Kunstwerke, die guten Absatz fanden.

Der Erlös des Nachmittages wird wieder caritativen und gemeinnützigen Zwecken zugeführt.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert