Aldenhoven/Jülich - Auch Aldenhoven plädiert für Gesamtschule: Proteste in der Region

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Auch Aldenhoven plädiert für Gesamtschule: Proteste in der Region

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Wo und wie sollen die Kinder in Aldenhoven und Linnich „beschult“ werden. Für eine Gesamtschule gibt es Pro und Contra. Foto: Uerlings

Aldenhoven/Jülich. Der Gemeinderat Aldenhoven hat sich erneut mehrheitlich für die regional umstrittene Gesamtschule Aldenhoven/Linnich ausgesprochen. Auf Druck der Bezirksregierung Köln wurde aber „hilfsweise“ beschlossen, dass neben der bevorzugten vertikalen Lösung (alle Klassen an beiden Standorten) auch eine horizontale Variante beantragt werden soll. Letztere wurde zudem noch aufgrund der Intervention aus Köln spezifiziert: Die Erprobungsstufe mit den Klassen 5 und 6 wird an beiden Standorten eingerichtet, während die Klassen 7 bis 9 nur in Aldenhoven und die Klassen 10 bis 13 nur in Linnich unterrichtet werden sollen.

Wie der in der Sitzung anwesende Linnicher Bürgermeister Wolfgang Witkopp erklärte, werde auch der dortige Stadtrat einen entsprechenden Dringlichkeitsbeschluss fassen, er erwarte eine „deutliche Mehrheit“. Witkopp hatte zuvor erklärt, notfalls werde gerichtlich die vertikale Gliederung durchgefochten.

Derweil haben sich am Freitag im Rathaus Jülich die Gegner dieser Schulpläne deutlich zu Wort gemeldet. Auch sie wollen im Fall der Fälle die Gerichte bemühen, denn die von Aldenhoven und Linnich geplante Gesamtschule gefährde mehrere Schulen in ihrer Existenz. Akut bedroht sei das weiterführende Schulangebot in der Gemeinde Titz; größte Sorgen haben auch die beiden seit vielen Jahren bestehenden Gesamtschulen Niederzier/Merzenich und Langerwehe.

Nicht zuletzt sorgen sich Stadt Jülich und Kreis Düren ob ihrer Oberstufen in der Herzogstadt.Das sagten die Bürgermeister aus Niederzier, Jülich, Titz und Langerwehe sowie der Dürener Landrat. Hermann Heuser, Heinrich Stommel, Jürgen Frantzen, Heinrich Göbbels und Wolfgang Spelthahn hoffen, dass die beiden kritisierten Kommunen vielleicht doch in die „Solidargemeinschaft“ zurückkehren, die es vor zwei Jahren bei der einst kreisweiten Schulentwicklungsplanung einmal gegeben hat.

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