Aldenhoven - Arbeiten an der B 56 gehen weiter: Info-Pavillon der Via Belgica entsteht

Arbeiten an der B 56 gehen weiter: Info-Pavillon der Via Belgica entsteht

Von: gep
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Rastplatz an der antiken Autobahn: An der B 56 bei Freialdenhoven wird der kleine Info-Pavillon errichtet. Im Hintergrund ist die Bergehalde der ehemaligen Siersdorfer Zeche Emil Mayrisch zu sehen. Foto: gep

Aldenhoven. Das touristische Millionenprojekt „Erlebnisraum Römerstraße“ befindet sich nach der Winterpause auf der Zielgeraden. Am Dienstag wurde an der B 56 zwischen Freialdenhoven und Siersdorf auf der Trasse der antiken Autobahn der Info-Pavillon der dort entstehenden „Mansio“ (lat. Rastplatz) errichtet.

Beschäftigte des Bauunternehmens Florack („Beton ist schön“), Heinsberg, installierten mit einem Kran den aus drei Betonelementen bestehenden Pavillon. Dieses Teilauftrag – heute erfolgt noch eine Aufschüttung für die Grünfläche – ist mit 32.000 Euro kalkuliert.

Bäume und Hecken

Wie Waldemar Nickel vom Hoch- Tiefbauamt der Gemeinde Aldenhoven erläuterte, hat der kleine Pavillon mit einer Info-Tafel zur Via Belgica die Maße 285 x 245 x 260 Zentimeter. Innen wird eine Sitzbank platziert. Die „Mansio“ insgesamt steht auf einem erhöhten, 24 mal 41 Meter großen Plateau mit drei weiteren Parkbänken und acht Parkplätzen.

Ferner werden 16 bis 17 Bäume – in der Auswahl sind Kastanien und Säuleneichen – gepflanzt. Eingefasst wird das Gelände mit einer Hecke. Die Ausschreibung für die Kennzeichnungselemente auch entlang des Radwegs laufe noch. Aber „dieses Jahr wird alles fertig“, sagte Nickel.

Insgesamt 7,5 Millionen Euro sind veranschlagt, um die beiden von Köln ausgehenden römischen Staatsstraßen nach Trier/Lyon (Agrippastraße) und nach Boulogne-sur-Mer am Atlantik (Via Belgica) touristisch zu erschließen. Sechs Millionen Euro stammen aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und vom Land NRW. 1,5 Millionen bringen die beteiligten Kommunen auf.

Dies sind Köln, Hürth, Erftstadt, Bergheim, Elsdorf, Niederzier, Jülich, Aldenhoven, Baesweiler, Herzogenrath, Übach-Palenberg, Zülpich, Mechernich, Bad Münstereifel, Nettersheim, Kall, Blankenheim und Dahlem.

In Blankenheim, Köln und Jülich entstehen drei größere Informationszentren. Koordiniert wird das Projekt vom Amt für Bodendenkmalpflege des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR).

Per Rad und zu Fuß

Die Trasse auf Aldenhovener Gebiet umfasst 4,2 Kilometer Wirtschaftswege von Freialdenho- ven bis hinter Gut Frauenrath und parallel zum Röttgensweg bei Siersdorf. Die Strecke ist mit einer wassergebundenen Deckschicht aus Splitt und Kalkstein so hergerichtet, dass Touristen per Rad oder zu Fuß den „Erlebnisraum Römerstraße“ erkunden können.

An Eigenmitteln wendet die Gemeinde Aldenhoven für die Via Belgica insgesamt 50.000 Euro auf. Hinzu kommen 25.000 Euro von der regionalen Entwicklungsgesellschaft Indeland GmbH.

Eine von den Kommunen gebildete Arbeitsgruppe „Perspektive 2015+“ hat die Gründung eines Vereins vorgeschlagen, der den Unterhalt übernehmen und den „Erlebnisraum“ vermarkten soll. Denn der Zuwendungsbescheid der Fördergeber verpflichtet die Städte und Gemeinden, das geförderte Projekt für den Zeitraum der Zweckbindung zu unterhalten und zu erhalten. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 1000 Euro im Jahr.

Der zu gründende Verein soll zudem weitere deutsche Kommunen mit ins Boot holen und auch den Anschluss an die niederländische Nachbarprovinz Limburg suchen, die die Via Belgica ebenfalls seit einiger Zeit vermarktet (www.viabelgica.nl).

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