Arbeit des Kreisjugendamtes wird „in ein falsches Licht gerückt”

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Kreis Düren/Jülich. „Hier wird die gute und kontinuierliche Arbeit der Mitarbeiter des Kreisjugendamtes und der zahlreichen Kooperationspartner in Jülich in ein falsches Licht gerückt, um Argumente für ein eigenes Jugendamt zu finden.”

So reagiert der Vorsitzende des Kreisjugendhilfeausschusses (JHA), Heinz-Peter Braumüller (CDU), auf die Forderung der Jülicher Grünen nach einem städtischen Jugendamt.

Richtig sei, so Braumüller, dass das Jugendamt des Kreises Düren einen enormen finanziellen und personellen Aufwand zum Wohle der Kinder und Jugendlichen in Jülich betreibe. So trage der Kreis Düren zu 100 Prozent die Personalkosten für vier Mitarbeiter in der Offenen Jugendarbeit in Jülich, so auch den Mitarbeiter im städtischen Jugendheim.

Der Ausbau der U3-Plätze in den Jülicher Kindertageseinrichtungen, so zählt der Jülicher Christdemokrat weiter auf, sei vom Kreis besonders vorangetrieben worden. Das Kreisjugendamt sei in Jülich mit den Projekten „Jugendhilfe und Schule” und „Jugend Stärken” vor Ort aktiv. Der Kreis finanziere und kooperiere eng mit der Jülicher Erziehungsberatungsstelle und der dortigen evangelischen Kirche. Die Sozialarbeiter seien regelmäßig/täglich in den beiden Büros bzw. in „Jülicher Familien” präsent.

Zudem bestehe eine enge Kooperation mit den örtlichen Trägern der freien Jugendhilfe, hier seien als Beispiele die durch den Kreis Düren finanzierten Spiel- und Lernstuben des Sozialdienstes Katholischer Frauen (SKF) Jülich und die Jugendhilfeeinrichtung Königshof in Bourheim genannt. „Der Jugendbus „Wilde 13”, eine Kooperation des Kreisjugendamtes und des SKF Düren, sei, so Braumüller weiter, mehrmals in Koslar gewesen und sei derzeit im Jülicher Nordviertel als Anlaufpunkt für Jugendliche präsent.

Diese Liste ließe sich sicherlich noch weiterführen. Es sei aber nur „eine kurze Auflistung des Wirkens des Kreisjugendamtes zum Wohle der Jülicher Kinder und Jugendlichen”.

Verfehltes Ziel

Die Kritik am Kreisjugendamt, so der Christdemokrat, sei vor dem Hintergrund des von der Stadt Jülich in Auftrag gegebenen Gutachtens zu sehen. Hier hatte man sich erhofft zu beweisen, dass der Kreis zu teuer sei und Jülich mit einem eigenen Jugendamt Geld sparen würde. Da dieses Ziel, wie man hört, deutlich verfehlt werde, müsse man jetzt zu anderen Mitteln greifen. Leider auf Kosten von zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreisjugendamtes.

Bei begründeter Kritik oder bei guten Verbesserungsvorschlägen stünden Gregor Dürbaum als Leiter des Kreisjugendamtes und er als Vorsitzender des JHA jederzeit zur Verfügung, betont Braumüller.

Die Grünen hatten, wie berichtet, erklärt, dass das Kreisjugendamt eine effiziente, ortsgerechte und wohnortnahe Jugendarbeit „nach Meinung zahlreicher Jülicher Experten nicht leistet”. Diese „blickten dabei teilweise auf über fünfzehnjährige Negativerfahrungen zurück”.
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