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Anti-Atom-Bus der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg in Jülich

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Jülich. Der „Anti-Atom-Bus” der Bürgerinitiative Lüchow- Dannenberg kommt am Montag, 27. Juli, nach Jülich.

Ab 16 Uhr informiert diese Bürgerinitiative gemeinsam mit der Partei Die Linke Jülich und der AG Umwelt des Kreisverbandes Die Linke Aachen auf dem Jülicher Markt über die Gefahren, die von der Atomkraft ausgehen.

Angesichts der neuesten Erkenntnisse über das stillgelegte Kernkraftwerk der Arbeitsgemeinschaft Atomversuchsreaktor (AVR) auf dem Gelände des Forschungszentrums Jülich (FZJ) habe diese Veranstaltung eine brandaktuelle Bedeutung.

Erinnert wird daran, dass am 24. November 2008 unter anderem auch die Linke Jülich gegenüber den Betreibern und der Bezirksregierung Einwendungen gegen die Zwischenlagerung des verstrahlten Reaktorbehälters „auf der grünen Wiese” in Jülich vorgebracht habe, diese aber erfolglos geblieben seien, erklärte Siegfried Faust, Sprecher des Stadtverbandes Altkreis Jülich.

Neben einem Kulturprogramm der Gorlebener Bürgerinitiative wollen die Initiatoren vor allem mit Bürgerinnen und Bürger Gespräche über die unabsehbaren Risiken der nuklearen Energieherstellung geführt werden. Die Linke strebt auch an, dass in der Jülicher Region eine Kinderkrebsstudie nach dem Modell der Uni Mainz durchgeführt wird, um endlich Schlüsse aus den Folgen der Kernforschung für die Anwohner ziehen zu können.

Während das FZJ trotz der AVR-Zwischenfälle 1978 und 1999 auch unter Hinweis auf TÜV-Prüfberichte eine Gefahr für Mensch und Umwelt ausschließt, ist der FZJ-Sicherheitsexperte Dr. Rainer Moormann skeptischer.

Der Störfall im Mai 1978 hätte zu einer Katastrophe ähnlich der im russischen Tschernobyl führen können. „Natürlich in viel geringerem Ausmaß, aber mit einer großen Kontamination der Umgebung.” Auch enthalte der Reaktorbehälter viel mehr Spaltprodukte wie zum Beispiel Strontium.
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