Aldenhoven - Anklage gegen Drogen-Rocker

Anklage gegen Drogen-Rocker

Von: gep
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Auch hier hat K.N. laut Anklage mit Drogen gehandelt: das Clubheim des MC Gremium Düren in Aldenhoven. Foto: gep

Aldenhoven. Der Präsident des Motorradklubs MC Gremium Düren, K. N. (44), muss sich ab Mai wegen Drogenhandels vor einer Strafkammer des Landgerichts Saarbrücken verantworten.

In der Anklageschrift wird ihm vorgeworfen, sowohl in seiner Wohnung in Hürth, wo er nicht amtlich gemeldet war, als auch im Klubheim in Aldenhoven insgesamt 27 Kilogramm Amphetamin verkauft zu haben - in einer Mengenordnung von jeweils ein bis vier Kilogramm, teilte die Staatsanewaltschaft Saarbrücken am Freitag mit.

Da er zudem einschlägig vorbestraft ist und unter Bewährung steht, dürfte ihn eine mindestens vierjährige Haftstrafe erwarten. Das Höchstmaß liege bei 15 Jahren, erläuterte Staatsanwalt Eric Schweitzer am Freitag

Mit ihm angeklagt sind ein Mann und zwei Frauen aus dem Saarland. Die Männer waren Anfang November vom Landeskriminalamt Saarbrücken festgenommen worden. Damals hatte ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei auch das Klubheim in in einer ehemaligen Gärtnerei in der Blumenstraße durchsucht. Das Ergebnis sei, so das federführende Landeskriminalamt (LKA) Saarland damals, aber „bestenfalls marginal” gewesen.

In seiner Wohnung waren aber, so die Fahnder des LKA, „Beweismittel”, Bargeld, eine Indoor-Plantage mit Cannabis zur Herstellung von Haschisch und Marihuana sowie 5800 Prepaid-Karten sichergestellt worden.

K. N. auf die Spur gekommen war das LKA über den mitangeklagten Saarländer P. E. (47), der Mitgliedsanwärter des MC Gremium Euskirchen ist. Nachdem seine heute 36-jährige Lebensgefährtin, die als Kurierin arbeitete, auf dem Weg von Köln ins Saarland mit zwei Kilogramm Amphetamin bei Trier festgenommen worden war, schnappte nach vier Wochen auch die Falle bei P. E., ebenfalls einschlägig vorbestraft, zu.

Im Kofferraum seines Audi Kombi stellten die Fahnder in Köln rund vier Kilogramm der synthetischen Droge sicher. Etwa zeitgleich wurde auch sein Lieferant K. N. festgenommen. Statt einen geplanten Urlaub auf einer Insel der Kanaren anzutreten, kam er in Untersuchungshaft.
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