Amelner Wehr ist bestens gerüstet

Von: ptj
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Die Löschgruppe Ameln mit ihren Geehrten und Bürgermeister Jürgen Frantzen (3.v.r.) und Pfarrer Dieter Telorac (2.v.r.) vor ihrem neuen Fahrzeug: dem HFL 20. Foto: Jagodzinska

Ameln. Entsprechend dem Brandschutzbedarfsplan der Gemeinde Titz hat die Löschgruppe Ameln der Titzer Gemeindefeuerwehr ein Hilfeleistungsfahrzeug (HFL 20) in ihren Dienst genommen. Somit bleibt die Löschgruppe weiter leistungsfähig in der Brandbekämpfung, Wasserförderung und der Durchführung einfacher technischer Hilfeleistungen.

Wie Bürgermeister Jürgen Frantzen den vielen Besuchern bei der Übergabe darlegte, wurde die Neubeschaffung des 344.700 Euro teuren Fahrzeugs erforderlich, da die Ersatzteilbesorgung für die nun auszumusternden 43 und 28 Jahre alten Fahrzeuge immer schwieriger wurde. Betriebs- und Instandhaltungskosten waren nicht mehr zu überblicken.

Eines der Vorgängerfahrzeuge wurde 1994 vom Forschungszentrum übernommen, in dessen Werksfeuerwehr es seit 1971 im Einsatz war. Der Förderverein der Löschgruppe Ameln hatte es in Eigenleistung repariert.

Das zweite war ein 1976 vom Katastrophenschutz zur Verfügung gestelltes Fahrzeug. Das stolze HFL 20, das neun Blauröcken Platz bietet, verfügt über eine motorangetriebene Feuerlöschkreiselpumpe, Schnellangriffseinrichtung, Löschwasserbehälter und eine feuerwehrtechnische Beladung für eine Gruppe. Über die Pumpe können 2000 Liter pro Minute bei zehn Bar gefördert werden. Der Wassertank fasst 2000 Liter, der Schaummitteltank 120 Liter.

Zudem sind eine Schaummittelzumischanlage, zwei Tauchpumpen für Regen- und Unwettereinsätze, Motorsäge, Hilfeleistungssatz und Wassersauger an Bord. Im Fahrzeug gelagert sind zudem Geräte zur einfachen technischen Hilfeleistung wie Trennschleifer, verschiedene Werkzeugsätze und Unterbaumaterial. Die mitgeführten Leitern sind vom Boden aus entnehmbar, das ist eine wesentliche Erleichterung für die Arbeit der Feuerwehr.

Insgesamt hat die Gemeinde Titz seit 2009 nunmehr sechs Fahrzeuge für rund zwei Millionen Euro in den Dienst gestellt, allesamt kostengünstige Vorführfahrzeuge: zwei Gerätewagen Logistik für Rödingen und Gevelsdorf, drei HFL für Rödingen, Hasselsweiler und Ameln und ein Staffellöschfahrzeug für Müntz. Fazit des Bürgermeisters: „Wir haben nicht auf Kosten der Feuerwehr und damit auch nicht auf Kosten der Sicherheit der hier lebenden Menschen gespart.“

Nach alter Tradition segnete Pfarrer Dieter Telorac den roten Kraftprotz ein und stellte so letztendlich die Blauröcke für ihren Rettungs-, Bergungs- und Löschdienst unter Gottes Segen. Nachdem Frantzen den symbolischen Schlüssel an Gemeindebrandmeister Martin Roß übergeben hatte, reichte ihn dieser an Zugführer Alexander Sieben, dieser wiederum an Gruppenführer Hans-Peter Jaeger weiter.

Roß beförderte im Anschluss Matthias Braun und Thomas Lang vom Anwärter zum Feuerwehrmann, Petra Guillium zur Hauptfeuerwehrfrau, Simon Braun zum Unterbrandmeister und Ralf Peters zum Oberbrandmeister.

Bevor Jaeger die vielen Gäste aus Politik und Vereinen einlud, erinnerte er an die Notwendigkeit des häufig nächtlichen Einsatzes mit Sondersignal: „Ohne die 156.000 Feuerwehrmitglieder in NRW würde das System Gefahrenabwehr in unserem Land nicht funktionieren“.

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