Radarfallen Blitzen Freisteller

Am Ende fehlt ein Quäntchen Courage

Von: Jörg Sauer
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Nach dem Messen war Yang Zi sein Spielgerät los und musste mit einem fremden Schläger ins Match. Foto: Krol

Hanau/Jülich. „Jetzt hat es uns endlich auch mal erwischt”, kommentierte TTC-Cheftrainer Johannes Dimmig nach der 2:3-Niederlage am Sonntag in Hanau. Zuvor avancierten die Indeländer selbst zum Favoritenschreck der Deutschen Tischtennis Liga, diesmal verloren sie als Favorit bei den hessischen Underdogs.

Die Partie in der mit beinahe 1000 Zuschauern ordentlich gefüllten Main-Kinzig-Halle nahm zunächst für den TTC einen fast gewohnten Verlauf. Die Indeländer hatten zu Beginn Sand im Getriebe und leisteten sich zum wiederholten Mal einen krassen Fehlstart. Bis zur Pause warteten die Gäste vergeblich auf einen Satzgewinn. „Bobby” Bobillier hatte gegen den quirligen Chiang erwartungsgemäß nicht den Hauch einer Chance.

Vor dem zweiten Einzel kam es zu einem Eklat: Das Messgerät des Schiedsrichters, das die Belagstärke des Schlägers genau bestimmen soll, lieferte beim Material von Jülichs Spitzenspieler Yang ein anderes Messergebnis als das Gerät des TTC Jülich.

Yangs Schläger wurde vom Unparteiischen für ungültig erklärt, wobei das vereinseigene Messgerät ein regelkonformes Ergebnis lieferte. Kurz entschlossen griff Yang zum Schläger seines Teamkollegen Szymanski. Der Asiate fand weder die Bindung zum ungewohnten Material noch zum Spiel; somit verlor er deutlich gegen den jungen deutschen Abwehrspieler Ruwen Filius.

Wie ausgewechselt kehrte der TTC zur zweiten Hälfte in die Halle zurück. Der gut aufgelegte Marcos Freitas schlug den ehemaligen Welt- und Europameister Jörg Roßkopf mit 3:0 und brachte die Indeländer zurück in die Partie.

Dann kam es zu einem fliegenden Wechsel des Schlägers: Kurz nach dem Siegesjubel drückte Freitas Yang seinen Schläger in die Hand. Und siehe da! Mit diesem Modell funktionierte Yangs Spielsystem schon besser.

Im fünften Satz münzte Yang mit kühlem Kopf einen 6:9-Rückstand in einen 12:10-Sieg um und brachte den TTC in die Erfolgsspur zurück. Denn beim Spielstand von 2:2 und dem noch ausstehenden Doppel, hatten die Herzogstädter die Trümpfe auf ihrer Seite. Nach dem tollen Auftritt am letzten Spieltag waren das Jülicher Gespann Freitas/Szymanski gegen Roßkopf/Franziska favorisiert und führte mit breiter Brust schnell mit 10:6.

Danach verkrampften die Indeländer und ließen sich von den frenetisch angefeuerten Hanauer überrollen.
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