Altes Kiosk wird neue Jülicher Tourismus-Zentrale

Von: -vpu-
Letzte Aktualisierung:
6037959.jpg
Wird komplett umgebaut und ist danach die zentrale Anlaufstelle für Gäste und Stadttouristen auf dem Jülicher Schlossplatz: Aus dem früheren Kiosk wird eine Touristik-Information. Foto: Uerlings

Jülich. Man kann von „Entkernung“ sprechen. Der frühere Zeitungskiosk auf dem Schlossplatz steht seit einiger Zeit nackt im Wind und hat seine Wände an drei Seiten verloren. Das hat seinen Grund, denn bis Oktober wird der kleine Flachdach-Bau ertüchtigt, um dann als neue Anlaufstelle für Touristen und Gäste im Herzen der Stadt zu dienen.

Der neue Infopunkt hat aber einen zweiten Nutzen: Er ist künftig auch Informationsstelle zum Projekt „Via – Erlebnisraum Römerstraße“ und beinhaltet ein sogenanntes Einführungsmodul zu den Römerstraßen Via Belgica und Agrippa. Auf diese Weise fließen auch Gelder der EU und des Landes in die Sanierung des alten Kiosks, für dessen Umbau der Stadtrat 40.000 Euro zur Verfügung gestellt hat. Besucher der Herzogstadt erhalten im Infopunkt Informationen zur Stadtgeschichte, zu Veranstaltungen, zu Übernachtungsmöglichkeiten sowie Rad- und Wanderwegen.

Die Stadt hat sich 2010 dem Konsortium „Erlebnisraum Römerstraße“ angeschlossen. Laut Stadtverwaltung ist Ziel, einen Teil der römischen Geschichte des Rheinlandes dauerhaft erlebbar und erfahrbar zu machen. Das geschieht einerseits durch ein Dokumentationszentrum mit dem erwähnten Einführungsmodul und andererseits durch ein Informations- und Kennzeichnungssystem entlang der neuen Radroute, die 70 Kilometer lang ist und von Köln bis Übach-Palenberg führt. Jülich ist neben Köln und Nettersheim ein Standort eines Dokumentationszentrums, das im Südostturm der Zitadelle eingerichtet wird.

Das Einführungsmodul wird im Kiosk untergebracht. Die dafür bewilligten Mittel helfen nun, auch den städtischen Informationspunkt zu finanzieren. Ein Ausbau des Kiosk „auf diesem Niveau wäre sonst kaum realisierbar gewesen“, erklärt die Jülicher Verwaltung. Der beinhaltet eine schnelle Internetleitung zum Rathaus, die schon liegt. Neue Glaswände und -rahmen folgen bis Mitte August, zuvor geht es an die Dämmung und den Estrich. Die Informationsstelle erhält auch einen Toilettenraum und Fußbodenheizung.

Der Bericht der Verwaltung war Thema im Fachausschuss vor den Sommerferien. Da kam auch der Zustand der öffentlichen Toiletten hinter dem Kiosk zur Sprache. Ihr Zustand sollte doch im Zuge der jetzigen Arbeiten verbessert werden, schlug Sozialdemokrat Hans-Peter Schmitz vor. Die Verwaltung informierte, dass der Sanitärbereich nur äußerlich unschön wirke, aber regelmäßig gereinigt werde. Die zur Nutzung notwendigen „Coins“ gibt es in der Apotheke gleich nebenan, sagte Amtsleiter Thomas Mülheims. Ein Euro-Schlüssel öffnet die Behinderten-Toilette. Weniger gut fanden die Kommunalpolitiker, dass die öffentlichen Toiletten nur während der Ladenöffnungszeiten nutzbar sind.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert