alemannia logo frei Teaser Freisteller

Alexander Esters Werke sind an zwei Orten zu sehen

Letzte Aktualisierung:
Esters-Ausstellung in Linnich
Alexander Esters Werke sind an zwei Orten zu sehen.

Linnich. „Ich denke, das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft”, formulierte es Humphrey Bogart im Film-Klassiker „Casablanca”. Das könnte auch für die Kooperation zwischen dem Deutschen Glasmalerei-Museum Linnich und dem Leopold-Hoesch-Museum in Düren gelten.

Deren Leiterinnen Dr. Myriam Wierschowski und Dr. Renate Goldmann präsentierten ihr erstes Kooperationsprojekt: Die Ausstellung „Alexander Esters. Kopf mit Drehtür.”

Der Titel ist bildlich gesprochenes Programm: Kopf mit Drehtüre, das führt nach Meinung der Dürenerin zu Assoziationen von körperlicher wie gedanklicher Bewegung, verheiße Flexibilität. „Und das Verbindende ist die Kunst”, so Dr. Goldmann. Auch ganz praktisch werden die Museen verbunden - per Bus-Shuttle nämlich, der bis zum Ausstellungsende am 29. April sonntäglich ab 13 Uhr jede Stunde fährt.

Neben der künstlerischen Ergänzung ist für die Direktorinnen der Schulterschluss in der Region von Bedeutung. Angesichts schrumpfender Mittel ist eine Vernetzung unabdingbar, um zu unterstreichen: „Spezialmuseen müssen erhalten werden und haben eine Zukunft.” Gerade an Alexander Esters, so Dr. Wirschowski, mit 33 Jahren ein junger, aktueller Künstler, könne man ablesen, dass Glaskunst kein historisch abgeschlossener Prozess sei.

Eine kleine, feine Auswahl an Werken von Esters ist auf der obersten Ebene des Linnicher Museums zu sehen: Glasmalerei, Assemblage und Skulpturen, wie Dr. Wierschowski sie in dieser Kombination mit Glas nach eigener Aussage noch nicht gesehen hat. „Diese Mischwesen bevölkern unsere Räume und wollen in Kontakt mit dem Betrachter treten”, lädt sie die Besucher ein. Interessierte können nicht nur mit den Werken, sondern auch dem Künstler selbst in Kontakt treten: Alexander Esters wird am Sonntag, 11. März, zur Eröffnung um 16 Uhr erwartet.

Ebenfalls anwesend wird Hermann Gottfried sein. Der inzwischen über 80-jährige Künstler, der zu den bedeutendsten Glasmalern des 20. Jahrhunderts zählt, hat dem Museum sechs Werke geschenkt. „Es war wie Weihnachten und Ostern”, erzählt Dr. Wierschowski. Die Museumsleiterin durfte sich aus dem Fundus des Künstlers die Werke selbst auswählen. Die „sechs” ergänzen Einzelstücke, die sich bereits im Linnicher Fundus befanden und die nun erstmals zusammen gezeigt werden. Dazu gehören Kartons zur Ausmalung von St. Aposteln in Köln sowie Fenster-Entwürfe für die Dürener Marienkirche, die übrigens passenderweise in Blickweite zum Leopold-Hoesch-Museum liegt.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert