Aldenhoven - Aldenhovener Geschichtswerkstatt verlagert ihre Sammlung

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Aldenhovener Geschichtswerkstatt verlagert ihre Sammlung

Von: zts
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Die „Kernmannschaft” der Aldenhovener Geschichtswerkstatt „Spurensuche” im neuen Archiv-Kontor mit (sitzend v. r.) Archivarin Renate Trunzler und Mitbegründer Günther Schorn sowie (stehend r.) Pfarrer Charles Cervigne und (3. v. r.) Heinz Bielefeldt. Foto: Zantis

Aldenhoven. Seit nunmehr zehn Jahren besteht in Aldenhoven die Geschichtswerkstatt „Spurensuche”. Während die umfangreichen Sammlungen bisher im Bergbaumuseum untergebracht waren, konnte man jetzt aus dem beengten Provisorium in ein neues Domizil auf der Orgelempore in der evangelischen Kirche einziehen. Hier bieten sich für die Unterbringung der mittlerweile stark angewachsenen historischen Materialien ausreichend Möglichkeiten zur Erweiterung und zur Präsentation der Sammlung.

Zur offiziellen Eröffnung freute sich die eifrige Gemeinschaft der „Spurensucher” nicht nur über ein bereitwilliges Entgegenkommen von Pfarrer Charles Cervigne, sondern auch über die übersichtliche Anordnung des Reservoirs. Pfarrer Cervigne, Mitbegründer der zeitgeschichtlichen Erfassung, sprach von „einem sicheren Platz innerhalb der Kirche”.

Obwohl ein Großteil der Dokumentation im Internet archiviert ist, stellt nach Cervigne „das Blättern und Lesen in den Unterlagen ein historisches Gefühl” dar. Deshalb lud er alle Interessierten, Schulen und Bürger ein, von der Möglichkeit einer Durchsicht Gebrauch zu machen. Im Gemeindebüro der evangelischen Kirche können Termine angemeldet werden. Hilfestellung wird dazu von der neuen Archivarin Renate Trunzler angeboten.

Mitbegründer Günther Schorn aus Siersdorf fasste im Rahmen der gemütlichen Eröffnungsrunde den Werdegang der „Spurensucher” zusammen. Während sich anfänglich das Augenmerk der Unterlagenerforschung schwerpunktmäßig der Aufarbeitung der Bergbau-Vergangenheit richtete, erweiterte sich das Themenfeld immer mehr auf Personenstandsregister, Kirchenbücher, heimatkundliche Begebenheiten und Gebäude-Komponente.

Schorn sprach von „zwei Säulen”, in denen das Repertoire der „Werkstatt” eine bedeutende Erweiterung gefunden hatte: Einmal war es die umfangreiche Hinterlassenschaft des ehemaligen Betriebsführers Ludwig Jörrissen (Zeche Emil Mayrisch Siersdorf), die von seinen Kindern Regina und Hermann Jörrissen als Familienstiftung ihres verstorbenen Vaters übergeben wurde. Zweitens kam die wertvolle Sammlung des Jülicher Heimatforschers Willi Dovern hinzu, die Unterlagen aus der gesamten Region enthält.

Schorn erwähnte auch das große Interesse, mit dem das Internet-Forum der Aldenhovener „Spurensucher” bekannt wurde. Er nannte als Beispiel die „umfangreichen Kontakte nach Amerika” über den holländischen Freund Joost Claassens, aus denen sich freundschaftliche Bindungen entwickelt haben.

In diesem Zusammenhang lobte Mitbegründer Schorn ausdrücklich den Einsatz von Heinz Bielefeldt, der sich als Sachverwalter sowie im Bereich Öffentlichkeitsarbeit für die Geschichtswerkstatt einsetzt.

Rechtzeitig vor dem Weihnachtfest ist jetzt auch das Jahrbuch der „Spurensucher” erschienen. Die 200 Seiten starke, mit farbigen Bildern ausgestattete Broschüre kann zum Preis von 9,50 Euro im Aldenhovener Schreibwarengeschäft Bielitza erworben werden.
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