Aldenhoven - Aldenhoven will übergroßen Energiehunger stoppen

Aldenhoven will übergroßen Energiehunger stoppen

Von: ahw
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Sanierung oder Neubau: Während die übrigen Fraktionen die „Rathausfrage” noch offen halten, positionierte sich die FWG-Fraktion beim Grundsatzbeschluss zur Verwendung der Mittel aus dem KonjunkturpaketII als strikte Neubau-Gegnerin. Foto: Wolters

Aldenhoven. Per Grundsatzbeschluss, der bei fünf Gegenstimmen der FWG mit großer Mehrheit verabschiedet wurde, hat der Aldenhovener Gemeinderat am Donnerstag die Verwendung der Fördermittel aus dem Konjunkturpaket II festgelegt. Für Investitionen in Bildung und Infrastruktur werden der Gemeinde insgesamt gut 1,4 Millionen Euro gewährt.

Im Bereich Infrastruktur sollen 50.000 Euro für den DSL-Anschluss der Ortsteile Siersdorf und Freialdenhoven bereitgestellt werden. Der Kreis Düren legt für die „Leerrohr-Initiative”, so CDU-Vormann Reinhard Paffen, den gleichen Betrag drauf. Als Zuschuss für die Sanierungskosten von Burg Engelsdorf und Kommende Siersdorf sind jeweils 10.000 Euro veranschlagt, für die Sanierung der Wirtschaftswege 100.000 Euro. Größer Brocken mit 450.000 Euro ist das Rathaus, wobei noch offen bleibt, ob saniert wird oder ein Neubau erfolgt.

Die CDU beantragte, für den Hochwasserschutz in Engelsdorf 50.000 Euro bereit zu stellen, auch wenn das bei weitem nicht ausreiche. Paffen berichtete, dass die Union eine Befragungsaktion gestartet habe, um das Schadenspotenzial zu ermitteln. Die sei Grundlage für Verhandlungen mit den Behörden.

Während SPD-Sprecher Udo Wassenhoven („DSL ist wichtig für die Gemeinde”) beim Infrastrukturpaket (680.000 Euro) Zustimmung signalisierte, positionierte Dieter Froning die FWG-Fraktion als Gegner eines Rathausneubaus. Er forderte, die Neubauplanung auszusetzen, den Anbau energetisch zu optimieren und eine Sanierungsplanung in Gang zu setzen.

Dem übergroßen Energiehunger der Schulen soll mit den Investitionen in die Bildungsinfrastruktur begegnet werden. Vorgesehen sind die Erstellung eines Heizungskonzeptes für das Schulzentrum am Pestalozziring (Realschule und Großsporthalle/ 150.000 Euro), die Erneuerung der Heizungsanlage im Kindergarten Schleiden (60.000 Euro), ein Wärmeverbundsystem für den Schulkomplex in Siersdorf (130.000 Euro) und die Renovierung von Turn- und Gymnastikhalle an der Schwanenstraße.

Wie wichtig die energetische Sanierung in Siersdorf ist, war zuvor bereits augenfällig, als die außerplanmäßige Ausgaben im Haushaltsjahr 2008 zur Genehmigung anstanden. Auf über 15.000 Euro oder 29 Prozent summierten sich die Zusatzheizkosten für den Komplex, bei dem Dach und Rohrleitungen gedämmt werden müssen.

Ähnliches reklamierte Dieter Froning für Realschule und Großsporthalle, die auf der Hitliste der Energieverbraucher vordere Plätze belegten und dringend einer zusätzlichen Wärmedämmung bedürften. Während UsA-Fraktionsvorsitzender Peter Schlebusch ebenfalls gegen die Verschwendung von Energie wetterte und dafür plädierte, das Geld sinnvoll anzulegen, mahnte Alt-Bürgermeister Hans Schröder (fraktionslos), „zur Sache zu kommen. Die Wirtschaft muss endlich angekurbelt werden.”

Nachdem der Grundsatzbeschluss gefasst war, prophezeite Bürgermeister Lothar Tertel, dass auf den Bauverwaltungsausschuss „viel Arbeit zukommt”. Dort werden die Maßnahmen beraten, so dass bei den Investitionssummen Verschiebungen möglich sind, wie Kämmerer Michael Ossenkopp bestätigte.
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