Alarmierende Mängel an Schulbussen

Von: -vpu-
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Die Polizei kontrolliert Schulbusse. Foto: ddp

Jülich. Alarmiert zeigten sich die Mitglieder des Schulausschusses über Sicherheitsmängel an Bussen im Jülicher Land. Die Polizei hatte die Gefährte, die nicht nur, aber vor allem Schülerinnen und Schüler transportieren, kontrolliert und im April zwei Vehikel aus dem Verkehr gezogen.

Der jüngste Fall datiert von dieser Woche. Sozialdemokratin Helga Borowski hatte eine Diskussion angeregt: „Ich bin entsetzt, wenn ich lese, dass zwei Busse mit erheblichen Mängeln stillgelegt worden sind.”

Kämmerer Helmut Prömpers teilte diese Sorgen und war gewappnet: Er hatte die Zeitungsausschnitte zur Hand und bereits reagiert: „Wir haben den Verband angesprochen.” Der müsse bei den beteiligten Unternehmen aber erst recherchieren.

Die Verwaltung werde jedenfalls zudem an die im Jülicher Raum beauftragten Partner - Regionalverkehr Euregio Maas, Aachener Verkehrsverbund und Privatunternehmen - herantreten und um Prüfung bitten.

Im Fall am Montag hatten die Ordnungshüter die Beförderung von Fahrgästen untersagt, den Bus aber nicht stillgelegt. Die polizeiliche Mängelliste beinhaltete gefährliche Schrauben im Sitzbereich, scharfe Metallabdeckungen, beschädigte und fehlende Polster sowie eine lose Innenbeleuchtung. Daneben war die Metallhalterung für das Endstück des Auspuffs „weggerostet”.

Im Ausschuss machte Andreas Prömpers auf einen kleinen, aber feinen Unterschied aufmerksam: Nach seinen Informationen habe es sich nicht um „echte” Schulbusse im so genannten Spezialverkehr gehandelt, sondern um Linienfahrzeuge.

Die allerdings transportierten zu bestimmten Zeiten natürlich vorwiegend junge Menschen auf dem Weg zur oder von der Schule.

Im Schülerspezialverkehr hatte es im vergangenen Jahr Probleme gegeben - zum Beispiel in Welldorf-Güsten (wir berichteten) -, die aber nach entsprechenden Beschwerden abgestellt worden seien.

Prömpers: „Wir waren froh, das geregelt zu haben. Jetzt hat sich das offenbar auf den Linienverkehr verlagert.” Er versprach den Politikern: „Wir sind und bleiben am Ball”. Das gilt auch für die Kreispolizeibehörde, die ihre Kontrollen fortsetzt.
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