Jülich - Akzeptable Konzepte für Energiewende

Akzeptable Konzepte für Energiewende

Von: ars
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Auf die Küste Australiens konzentrierte sich die Gruppe „Area 50” bei der Zukunftswerkstatt der Summer School Renewable Energy. Foto: Schenk

Jülich. Eine nachhaltige Energieversorgung zu 100 Prozent aus regenerativen Energien bis zum Jahr 2050 ist kein Problem für die Zukunftswerkstatt „Energy 3000” zum Abschluss der 25. Summer School Renewable Energy am Campus Jülich der Fachhochschule Aachen.

Im Gegenteil - es ist die Aufgabe der Gruppen, als Beratungsgremium für die Regierung eines Landes ihrer Wahl ein entsprechendes Versorgungssystem zu planen.

Die Herausforderung der Teilnehmer liegt vor allem darin, dass sie zwar „ins Blaue hinein” phantasieren dürfen, aber die Ergebnisse von einer Expertenjury rechtfertigen müssen. Diesmal überprüften Diplomingenieur Wolf von Fabeck vom Solarenergie-Förderverein, der wissenschaftliche Mitarbeiter Philipp Hawlitzky von Eurosolar und Dr. Rüdiger Urban vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes NRW die Präsentationen der Gruppen auf ihre Umsetzbarkeit.

Wie wahrscheinlich ist die Entwicklung von rentablen Gezeitenkraftwerken? Ist die Biomasse im afrikanischen Marokko mit seinen Wüstengebieten grundlastfähig, steht also dauerhaft mit ständig laufenden Anlagen zur Verfügung, oder sollte es vielmehr als Deckung von Versorgungslücken herhalten?

Mehr oder weniger plausibel, aber immer mit einem während der Summer School gut angeeigneten Wissen reagierten die Teilnehmer auf die Fragen der Jury.

47 Teilnehmer aus ganz Deutschland, Spanien, Rumänien und Chile besuchten dieses Angebot des Solar-Instituts Jülich (SIJ). Erstaunlich sind die Kreativität und der Enthusiasmus, mit denen die Maschinenbauer, Physiker, Humangeographen und Studenten des Masterprogramms „International Affairs and Governance” ans Werk gingen. So kümmerten sich „Area 50” (Advanced Renewable Energy Australia) und „GKI” (Green Kangaroo Initiative) um die Versorgung in Australien, „Atom? Öl? Nej Nej” um Schweden, „CPF” (Cent pour France) um Frankreich, „Greencula” um Rumänien und das „Projekt Marokko” um den nordwestafrikanischen Staat.

Da warb Graf Vlad persönlich für Energien in Rumänien, und die marokkanische Gruppe ernannte kurzerhand Dr. Rüdiger Urban zu König Mohammed VI von Marokko. Einig waren sich die Gruppen darin, dass neue Gesetze her und die Bevölkerung hinter den Umstrukturierungen stehen müssten. Rüdiger Urban sagte: „Wissen lässt sich nicht unmittelbar in Akzeptanz umsetzen.”
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