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Aktionsfahrplan der Anti-Atom-Initiativen

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Im Widerstand gegen Atomtransp
Im Widerstand gegen Atomtransporte nach Ahaus vereint: Am Wochenende kamen Aktivisten von rund 40 Anti-Atomkraft-Initiativen - darunter das Aktionsbündnis „Stop Westcastor - in Oberhausen zu einer landesweiten Konferenz zusammen.

Jülich/Oberhausen. Am vergangenen Wochenende hat in Oberhausen die Landeskonferenz der Anti-Atomkraft-Initiativen in NRW getagt. Mit etwa 80 Menschen aus rund 40 verschiedenen Gruppen und Organisationen war das Treffen ausgesprochen gut besucht.

Neben zahlreichen regionalen Anti-Atomgruppen aus ganz Nordrhein-Westfalen waren auch bundesweit tätige Organisationen wie „ausgestrahlt”, „Castor schottern”, der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz, der BUND, Attac und Greenpeace vertreten, ebenso wie Parteivertreter der Linken und Grünen auf Landesebene.

Castortransport im Blickpunkt

Im Mittelpunkt der Konferenz standen die drohenden Castortransporte aus dem Atom-Forschungszentrum Jülich in das Zwischenlager Ahaus, die Urananreicherungsanlage in Gronau und die Anlage zur Atommüll-Konditionierung der GNS in Duisburg.

Darüber hinaus wurde besprochen, dass möglicherweise schon Ende März per Lkw durch NRW hochradioaktive plutoniumhaltige MOX-Brennelemente aus Sellafield (Großbritannien) zum AKW Grohnde transportiert werden sollen (MOX sind Mischoxid-Brennelemente aus der Wiederaufarbeitung, die besonders mit Plutonium und anderen langlebigen Isotopen verunreinigt sind)

In einem gemeinsamen Aufruf riefen alle Beteiligten zum Widerstand gegen den unsinnigen und gefährlichen Atommüll-Tourismus durch NRW auf.

Von vielen TeilnehmerInnen wurde außerdem die mangelhafte Umsetzung des Atomausstiegs in NRW bemängelt. Weder zuständige Minister, noch die regierenden Parteien hätten außer starken Ankündigungen atompolitische Erfolge zu verzeichnen. Im Gegenteil: NRW toleriere den Import von Atommüll aus allen Bundesländern, wohl wissend, dass bundesweit kein Endlager für den Müll zur Verfügung stehe.

Anlässlich der geplanten Castortransporte wurde ein Aktionsfahrplan beschlossen. Gegen den vorgesehenen Probetransport von Jülich nach Ahaus solle mit phantasievollen „Probeprotesten” agiert werden.

Für den 25. Februar ist unter dem Motto „Dem Castor entgegen” ein Autobahnaktionstag geplant. Von Ahaus geht es mit einem Autokonvoi nach Duisburg zur Atommüllanlage der GNS, von dort nach kurzer Kundgebung weiter nach Jülich, wo mit einer Abschlusskundgebung die Demonstration enden wird.

Schon jetzt gibt es aus zahlreichen Städten feste Anmeldungen zur Beteiligung. Parallel zur zentralen Aktion wird es weitere Protestaktionen an Autobahnen und auf Autobahnbrücken geben. In die Protestplanungen wurden auch geplante plutoniumhaltige MOXTransporte in das AKW Grohnde (Niedersachsen) einbezogen.

Mahnwachen geplant

Sollte die noch ausstehende Einlagerungsgenehmigung für den Jülicher Atommüll in das Ahauser Atommüll-Lager erteilt werden, wird es am folgenden Tag (26. Februar) in Ahaus und Jülich Mahnwachen an den Atomanlagen geben. Weitere Informationen zum Autobahnaktionstag und zu möglichen Transportterminen gibt es auf der Internetseite: www.kein-castor-nach-ahaus.de.

Im Widerstand gegen die Urananreicherungsanlage Gronau und gegen die gesamte Uranindustrie gibt es folgende Termine:

Am 4. Februar steigt in Münster die Urankonferenz. Neben der internationalen Beteiligung wird es Informationen zu Themen wie Gefahren des Uranabbaus, Urantransporte und Uranmunition geben; darüber hinaus Diskussionen und Pläne für den weiteren Widerstand. Internetseite: www.Urankonferenz 2012.de.

Mit einer Großdemonstration am 11. März in Gronau soll an die Katastrophe von Fukushima erinnert werden, unter deren Folgen die Menschen noch sehr lange leiden müssen. Die Demonstration findet zeitgleich mit weiteren Großdemonstrationen statt, beispielsweise in Brüssel. Einen Monat zuvor, am 11. Februar, wird es bundesweit, so auch in Ahaus und Jülich, Mahnwachen geben, um die Menschen für die Fukushima-Demonstrationen zu mobilisieren.

Darüber hinaus wurde beschlossen, die Landeskonferenz der Anti-Atomkraft-Initiativen in NRW zur Koordination des gemeinsamen Widerstandes in allen Regionen von NRW noch stärker als bisher zu nutzen. Ein Folgetermin im April wurde vereinbart.

Ostermarsch bei Urenco

In Jülich wird es am Ostermontag einen Ostermarsch geben, da die Firma Urenco, die eng mit der Atomforschung verbunden ist, auch in Nachbarschaft zum Forschungszentrum Jülich angesiedelt ist. Die Anti-Atomkraft-Bewegung in NRW steht in enger Verbindung mit der Friedensbewegung in NRW.
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