Aktion Wasserbüffel hilft beim Wiederaufbau auf den Philippinen

Von: ptj
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Scheckübergabe für die Aktion „Wasserbüffel“: (v.l.) Schulleiter Paul Krahe, Organisatorin Gundi Jumpertz, Dr. Jochen Range und die Schülersprecher Pia Junggeburth und Emre Anlar. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Wir danken Euch, allen Unterstützern der Aktion ‚Wasserbüffel‘, insbesondere Helga und Dr. Jochen Range. Wir sind glücklich, ein Teil Eurer größeren Gemeinschaft zu sein. Am meisten aber danken wir Euch für das Geschenk der Hoffnung.“ Mit diesen Zeilen, übersetzt aus dem Englischen, dankte Butch Carpintero, Direktor des Kinderdorfes Batang Pinangga im philippinischen Cebu, für die Hilfe aus Deutschland nach Erdbeben und Taifun.

Die Realschule Jülich trug mit 3700 Euro als Erlös aus dem Sponsored Walk wieder zu dieser Unterstützung bei. Ein stolzer Betrag, wenn man bedenkt, dass die Klassen 5 und 6 bereits ausgelaufen sind. Sie brachten „als Fahnenträger sonst immer das große Geld rein“, wie Organisatorin Gundi Jumpertz es ausdrückte. „Emsig habt ihr am Sponsored Walk teilgenommen und genauso emsig seid ihr im Vorfeld durch Jülich gelaufen und habt Sponsoren gesucht“, lobte Schulleiter Paul Krahe die vier verbleibenden Jahrgänge, die teilgenommen haben.

Die „Aktion Wasserbüffel“ ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung philippinischer Selbsthilfeprojekte zur Verwirklichung der Menschenrechte, angeführt von Helga und Dr. Jochen Range aus Jülich. Die wichtigsten Projekte begegnen der Armut und helfen den Straßenkindern. Ein Leuchtturmprojekt der „Aktion Wasserbüffel“ ist seit 2009 die „Schule auf der Straße“ für Straßenkinder in der Millionenstadt Cebu City. Ärzte praktizieren zudem unentgeltlich „Medizin auf der Straße“. Die Kinder waschen sich vor dem Unterricht und erhalten danach ein vollwertiges Essen.

Ein anderes Projekt sorgt für verstärkte kostenlose Vorsorgeuntersuchungen für Kinder. Im Kinderdorf Batang Pinangga auf der Insel Cebu erfahren dank „Wasserbüffel“ 35 verlassene, verstoßene und missbrauchte Kinder liebevolle Zuwendung. „Neun erdbebengeschädigte Kinder sind neu in unser Kinderdorf gekommen“, freut sich Range.

Widrigste Bedingungen

Nach dem verheerenden Erdbeben und dem nachfolgenden monströsen Taifun rief „Wasserbüffel“ zu einer Hilfsaktion auf, die sich als außerordentlich erfolgreich erwies. So konnte etwa durch örtlich vernetzte Organisationen auf der Insel Bohol unter schwersten Bedingungen durch Notrationen an Nahrungsmitteln und Trinkwasser und ärztliche Behandlung Soforthilfe für die Opfer geleistet werden.

Jetzt steht dringende Aufbauhilfe auf dem Plan. Im Projektgebiet der Aktion „Wasserbüffel“ sind viele Schulen und Klassenräume völlig zerstört. Weil die Regierung innerhalb von fünf Jahren nur den Wiederaufbau von weniger als der Hälfte plant, sollen die übrigen Schüler in Notzelten untergebracht werden. „Das geht natürlich nicht“, ereiferte sich Range und betonte die „besonders hohen Ausgaben, um die Schäden des Taifuns wieder in Ordnung zu bringen“.

Die Aktion leistet mit Spenden wichtige Hilfe bei der Beschaffung von Baumaterialien wie Bambus und Nägeln. Die werden von den Frauen, Kirchen und Gewerkschaften in den örtlichen Basisorganisationen dringend gebraucht.

Wegen einer langwierigen Erkrankung von Helga Range musste die für Februar geplante Projektreise zur Feststellung des genauen Bedarfs vor Ort in die Hände der „guten Projektpartner“ gelegt werden.

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